Condor Bewertung

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Den schwarzen Peter weiterreichen

Condor Flug von Puerto Plata nach München

Nachdem ich vor einigen Jahren einmal Kurzstrecke (etwa 2h 30min) mit Condor geflogen bin und mir der gesammte Ablauf des Fluges so gut gefallen hatte, freute ich mich irgendwann wieder mit dieser Airline zu fliegen. Ich bin bisher mit Lufthansa, Air Berlin, SAS und eben Condor geflogen und der Gesammteindruck war bei mir von Condor am besten. Nun sind wir zu zweit in die Dominikanische Republik. Ab München ging es nach Puerto Plata in Planmäßig etwa 10 Stunden. Der Hinflug hatte etwa eine Stunde Verspätung. An Bord lief in veralteten Röhrenbildschirmen ein für uns uninteressanter Film.

Von unserem Platz (Mitte Flugzeug hinter den Flügeln) konnten wir vier von den Dingern sehen, deren Farben alle unterschiedlich und schlecht dargestellt waren. Ich erinnere mich das einer gar ein extrem türkisfarbenes Bild darstellte. Eine für Langstrecke angebrachte Unterhaltung konnte man kostenpflichtig in Form eines kleinen Bildschirms für den Schoß mit diversen Filmen erwerben. Extra zu bezahlen war uns jedoch zu doof. Wir kennen das anders. Der Hinflug war eher mittelmäßig, jedoch soll meine Bewertung hier im Kern die schlechte Rückreise beschreiben.

Für den Rückflug mussten wir geschlagene zwei Stunden aufs Boarding warten. Nachdem nahezu jeder wartende Passagier unruhig aufgestanden war und vor der verschlossenen Zugangstür stand war das Warten fast unerträglich. Über den Grund des Wartens wurden wir vollkommen im unklaren gelassen. Der Flug selbst war dann relativ ok. Es lief der selbe (!) nervtötende Film wie auf dem Hinflug auf ähnlichen Bildschirmen. Die Verpflegung war gut, auch wenn es keine Auswahl beim Essen gab und das Hauptgericht (Nudeln) uns garnicht schmeckte.

Die Besatzung war zuvorkommend und nett. Der Pilot erwähnte die Verspätung mit keinem Wort. Nun kam jedoch hinzu das wir in München einen Anschlussflug nach Düsseldorf etwa ein Stunde nach planmäßiger Ankunft hatten. Das ganze über Air Berlin. Schon am Anfang des Fluges habe ich jemanden von der Besatzung gefragt. Dieser noch sehr jung wirkende Mann, meinte etwas unsicher das Passagiere mit Anschlussflügen im laufe des Fluges mit einer Ansage über den weiteren Ablauf informiert würden. Einige Stunden nach Abflug fragte ich einen weiteren Flugbegleiter, auch im Bezug auf unser Gepäck das planmäßig, direkt von Flieger zu Flieger geschafft werden sollte. Er meine das Condor in München nun schon seit Stunden über die Verspätung bescheid wüsste und bereits alles geregelt wäre.

Wir sollten uns lediglich nach Ankunft im Transitbereich an das Bodenpersonal der Air Berlin wenden. In München waren wir dann ersteinmal geschafft von dem langen Flug. Wir stiegen aus dem Flieger und sahen ersteinmal niemanden von irgendeiner Airline. Welch eine Überraschung (Ironie). Wir fragten uns beim Personal des Flughaftens durch wo wir in unserer Situation hin müssten und wo den ein Ansprechpartner der Air Berlin wäre. Uns wurde jetzt ein Schalter genannt und wir hatten ein ganzes Stück zu laufen. Am Schalter war eine lange Schlange.

Wärend des wartens kam ein sehr netter Herr der Air Berlin, der sich als Supervisor vorstellte. Wir schilderten ihm unsere Situation und er war sichtlich verärgert über die Aussage der Condor Flugbegleiter. Er sagte das er uns natürlich für den Anschlussflug umbuchen würde. Er würde uns jedoch raten wegen des Gepäcks bei der Condor nachzuhaken. Schließlich waren diese Verursacher der Verspätung und natürlich müssten sie sicherstellen das unser Gepäck nun richtig verladen wird. Verlassen sollte man sich herrauf jedoch lieber nicht. Diese Pflicht der Air Berlin anzuhängen .... unverschämt. Wir liefen weit über den unbekannten und riesigen Flughafen um den Schalter der Condor zu suchen.

An einem Info Schalter des Airports wurden wir aufgeklährt das wir nicht nach Condor sondern Thomas Cook müssten. An deren Schalter sagte man uns man wäre nicht zuständig, wir müssten zum Schalter der AHS (?). Wieder quer über den Airport waren wir wirklich ziemlich geschafft. Wir fanden die AHS nicht direkt und fragten am Info Schalter der uns dann endlich zeigte wo die AHS war. Bei der AHS setzte sich eine freundliche Dame für uns am Telefon ein. Sinngemäß: "Aber geht das nicht auch so? Können wir das nicht? Wir müssen die doch jetzt nicht über sieben Ecken schicken ...!" Wir warteten etwa 20 Minuten bis ein Rückruf kam.

Angeblich war mit unserem Gepäck für den neuen Anschlussflug ein Suchauftrag raus und aller Wahrscheinlichkeit nach hätten wir in Düsseldorf unsere Koffer. Falls das Gepäck verschütt wäre sollten wir direkt in Düsseldorf einen Suchauftrag aufgeben. Na super. Der kurze Flug mit Air Berlin (ca 60 min) war angenehm und gut. Ich hätte eher zum Gegenteil tendiert aber in Düsseldorf auf dem Gepäckband waren tatsächlich unsere Gepäckstücke.

Condor, Daumen runter!



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 - schlecht    - geht so   - mittel    - gut    - vorbildlich

  • Service
  • - gut
  • Essensqualität
  • - mittel
  • Unterhaltung
  • - schlecht
  • Sauberkeit
  • - gut
  • Freundlichkeit
  • - vorbildlich
  • Pünktlichkeit
  • - schlecht
  • Sitzkomfort
  • - geht so
  • Preis-Leistung
  • - mittel
  • Durchschnitt
  • 2.88 Sterne
  • geflogen
  • 15. Januar 2016
  • Flug Nr.
  • DE2253
  • Strecke
  • Flug Puerto Plata nach München
  • Klasse
  • Economy
  • Reiseart
  • Privat/Urlaub

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Kommentare

bisher 3 Kommentare

    • Bernd
    Mal nachgefragt

    Sie buchten einen Flug mit Condor von München nach Puerto Plata und retour und dann einen Flug von München nach Düsseldorf mit Air Berlin ? Nun, meines Wissens sind das 2 verschiedene Fluglinien die weder in einer Flugallianz zusammengeschlossen sind, noch ein Codeshare-Abkommen haben, also waren das ZWEI verschiedene Flüge und wenn der Flug mit Condor Verspätung hat, dann haben Sie halt Pech gehabt ... weil Condor kann es egal sein, ob Sie den FLug mit Air Berlin erwischen .. sorry ... klingt vielleicht hart, ist aber so. Ist mir auch schon passiert.

    • Thorsten Klee
    Zusatz

    Hallo Bernd. Erstmal danke für den Kommentar. Ich habe es leider versäumt es im Text aufzuführen. Wir buchten bei einem Urlaubsportal: Hinflug: Lufthansa: Düsseldorf - München, Anschluss: Condor: München Puerto Plata Rückflug Condor: Puerto Plata - München Anschluss: Air Berlin: München - Düsseldorf Es geht mir lediglich um den Umgang mit Passagieren mit Anschlussflügen. Es hat ja noch bei vielen Mitfliegenden Verwirrung gegeben. Allein schon wegen dem Gepäck. Es sollte ja planmäßig von Flieger zu Flieger gehen.


    Eine Verwertbare Auskunft zumal auf Nachfrage wäre da schon wünschenswert. Ist es jetzt auf dem Gepäckband, ist es bereits im Flieger der Air Berlin? Wer kann uns Auskunft geben? Einmal wird uns gesagt es wird eine Durchsage geben die es nicht gab. Dann wird uns gesagt die Condor wüsste seit Stunden über die Verspätung bescheid und hätte alles schon für uns geregelt. Wir sollten lediglich das Bodenpersonal der Air Berlin ansprechen, die würden uns umbuchen und das Gepäck für uns verladen.


    Im Endeffekt stimmte dies ja nicht, denn erst nach langen Hin und Her hat das ein Zweig der Condor Gesellschaft für uns veranslasst. Niemand als die Condor hat ja den Schaden, die zweistündige Verspätung und somit den Verpassten Anschlussflug, verursacht Bei dem Personal der verschiedenen Gesellschaften war auch deutlich zu merken das Condor (sicherlich machen das andere ähnlich) es sich hier offenbar einfach macht und Passagiere zu ihnen schickt. Seitens Air Berlin wurden uns auch finanzielle Gründe genannt. Das umgehen mit Passagieren die Anschlussflüge verpassen ist wohl unbequem und teuer.

    • Bernd
    Ah, ok

    @Thorsten: Das war also eine Pauschalreise? Dann ist Ihre Kritik natürlich berechtigt.

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