Flugbegleiter

Flugbegleiter

Flugbegleiter meldet sich zu Wort

Armes Deutschland

Ich bin seit 10 Jahren für eine große deutsche Airline tätig. Seit einiger Zeit fällt es mir und meinen Kollegen auf, dass immer mehr Deutsche Holzklasse bezahlen wollen, aber Firstclassservice erwarten. Die Flugpreise sind in den letzten Jahren, aufgrund des Konkurrenzdrucks, stark in den Keller gegangen. Das Niveau einiger Passagiere allerdings damit auch.

Wie wünsche ich mir die gute alte Zeit zurück. Ich liebe meinen Job und gebe tagtäglich nicht 100, sondern 150 %. Wahrscheinlich nehme ich mir genau deshalb viele Beschimpfungen und Erniedrigungen so zu Herzen. Es fängt damit an, dass es Gäste gibt, die kein "Guten Tag" über die Lippen bekommen und einem gleich beim Einsteigen entgegenbrüllen: "Zeitungen, Kissen, Decke", dann stehen sie in aller Seelenruhe im Gang und sortieren in Zeitlupe ihre Habseligkeiten in die Gepäckfächer und dann beschweren sie sich, wenn wir den Slot verpassen. Dass noch andere Leute hinter ihnen stehen, ist egal. Nach mir die Sintflut.

Wenn dann alle sitzen und man die Fächer schließen will, wird man entweder angerempelt oder es wird an der Jacke gezogen: "Fräuleinchen, bringen Sie mir ...". Dann ist man oben in der Luft und es wird schon angefangen zu klingeln: "Bekommt man hier auch mal was zu trinken?" Scheinbar glauben einige Leute, dass das Flugzeug abhebt und schon sind die Wagen von alleine aufgebaut, dass Essen ist aufgeheizt usw. Verstehe auch nicht die Aussage, dass es ja jetzt nicht mehr erlaubt ist, Flüssigkeiten mit an Bord zu bringen. Komisch, ich reise auch oft privat und von allen deutschen Flughäfen. Nach jeder Sicherheitskontrolle hat man die Möglichkeit Getränke zu kaufen. Und wenn ich weiß, dass "man ja viel trinken muss beim fliegen" und mir meine Gesundheit so wichtig ist, dann kaufe ich mir halt für 3 Euro eine Flasche Wasser. Ich betone: WASSER. Viele Menschen glauben ja, ihren großen Durst mit Cola bekämpfen zu müssen.

Beim Service merkt man dann auch die schlechte Kinderstube einiger Herrschaften, die sich meistens gleich mehrfach fortpflanzen und ihre Tugenden an den Nachwuchs weitergeben. Es gibt kein Bitte, kein Danke, man schaut zum Fenster raus und murmelt die Bestellung und schreit uns dann an,warum wir es nicht gleich beim ersten Mal verstanden haben. Oder die Spezies, die die Kopfhörer aufhaben und immer ganz laut "Hä????" brüllen. Wie wäre es mal damit, die Dinger abzunehmen?

Und noch etwas: Warum kann man eigentlich bei seiner Bestellung nicht gleich dazu sagen wie man seinen Kaffee trinkt? Ist es so schwer zu sagen: "Einen Kaffee mit Milch bitte"?. Wenn man am Tag 500 mal gefragt hat: "Wasser mit Kohlensäure oder ohne? Kaffee schwarz oder mit Milch und Zucker? Tomatensaft mit Salz und Pfeffer?", dann träumt man die ganze Nacht davon. Aber wir sind ja die billigen Kellnerinnen der Lüfte, die von nichts eine Ahnung haben.

Dann gibt es noch die Sorte Eltern, die ihre Kinder antiautoritär erziehen. Die Kinder springen mit Straßenschuhen auf den Sitzpolstern herum, malen mit Buntstiften die Tische und Wände an und wenn sie ausgestiegen sind, liegen dann noch die vollgesch.... Windeln auf dem Boden oder auf dem Sitz, obwohl man sie mehrmals gebeten hat, die Babys auf dem Wickeltisch in den Toiletten zu wickeln. Das sind dann auf dem Rückflug auch die ersten Gäste, die sich über einen schmutzigen Sitz beschweren.

Holland zum Beispiel grenzt direkt an Deutschland, aber die Mentalität der Menschen könnte unterschiedlicher nicht sein. Ich liebe die Holländer (oder auch die Skandinavier). Immer freundlich, lustig, total bescheiden und sehr dankbar. Leider sind sie nur selten zu Gast.

Neulich hatte ich eine Tüte M & M`s auf unserer Ablage in der Küche stehen. Ich konnte vom Monitor des Cockpits aus beobachten, wie eine Dame (die auf die freie Toilette wartete), mehrmals in die Tüte griff. Ich stellte sie zur Rede. Daraufhin nahm sie die Tüte und schüttete sie auf dem Küchenboden aus und trampelte dann mit den Füßen darauf rum und hat sich kaputt gelacht.

Warum hört auch niemand den Ansagen zu und steht schon vor Erlöschen der Anschnallzeichen oder Erreichen der Parkposition auf und kramt in den Gepäckfächern? Ich bin mir sicher, wenn die Ansage lauten würde: "Wenn Sie beim Aussteigen einen Knicks machen, bekommen sie 500 Euro", dann würden alle zuhören ;-).

Und warum glauben einige Leute, dass Turbulenzen von den Fähigkeiten der Cockpitkollegen abhängt? O Ton: "Können Sie Ihrem Chef mal sagen, er soll nochmal in die Bücher schauen? Das nächste mal fliegen wir wieder mit Airline X, da gibt es wenigstens keine Turbulenzen".

Ach ja, die Einreisekarten sind auch keine Schikane der Airlines. Ganz im Gegenteil, es ist ein Service. Weil sonst jeder einzelne Gast viiiiiieeel länger bei der Einreise brauchen würde, da er seine Einreisekarte erst am Schalter ausfüllen müsste.

Und so würden mir noch 1000 andere Erlebnisse einfallen, aber dafür reicht leider nicht die Zeit, da ich mich schon wieder auf den Weg machen muss. 6 Tage weg von zu Hause, jeden Tag morgens um 3 aufstehen und lächeln und Spaß mit den Gästen haben, die freundlich sind und uns den nötigen Respekt entgegenbringen und dafür sorgen, dass wir weiterhin Spaß an unserem Job haben und die Hoffnung nicht aufgeben, dass sich alles wieder zum Guten wendet.

Always happy landings
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Flugpersonal


Kommentare

bisher 19 Kommentare

am 10.08.2010 14:45 Uhr von Nähring
  Die Hoffnung stirbt zuletzt
Zum großen Teil wurde mir aus der Seele gesprochen!!!


am 13.08.2010 21:53 Uhr von Snow
  Service
Ich finde auch, dass die Flugbegleiterin dem Passagier das Getränk zu bringen hat, was er bestellt hat und nicht ihm dann einfach ein anderes bringt.

Ich bin einmal mit der LH von Singapur nach Frankfurt in der 1. Klasse geflogen und hatte bei der Flugbegleiterin eine Cola light bestellt und sie brachte mir das Getränk und nahm einen Schluck und ich sagte dann zu Ihr, dass dies eine Cola mit Zucker wäre und Sie darauf diese wäre gesünder und meinte dann noch Sie wäre ausgebildete Krankenschwester. Ich habe Sie dann darauf hingewiesen, dass Sie es dem Passagier überlassen sollte, was dieser gerne trinken würde und das Sie auch als Krankenschwester wissen müsste, dass man einer Person welche seit dem 4. Lebensjahr diabetes hat nicht unbedingt eine Cola mit Zucker bringen sollte.

Seit dem bin ich mit der LH keine Langstrecken geflogen und bin meine Asien und Ozeanien Strecken mit Singapore und Air New Zealand und die Nordamerika mit Air Canada und Singapore geflogen.


am 21.08.2010 15:37 Uhr von wolfgang passagier
  armes deutschland
ich kann ihnen nur recht geben.sie haben mit ihren anmerkungen den nagel auf den kopf getroffen.als passagier kann ich nur sagen: LEIDER LEIDER!!


am 30.08.2010 13:48 Uhr von Tequila
  Sie sprechen mir aus der Seele
Wie man in den Wald reinruft, so schallt es heraus ....

Ich würde mich jetzt nicht als Vielflieger bezeichnen geschweige denn, damit angeben. Fliege aber viel in Europa rum und komme so auf ca. 20-25 Hin-/Rückflüge. Deshalb werde trotzdem nicht mit Fremdwörten um mich werfen ... :-), Crew's in ihrer Arbeit kritisieren, etc. Habe aber doch schon mit diversen Airlines Erfahrungen gemacht.

Die Flugbegleiter sind z. T. echt nicht zu beneiden. Der Passagier erwartet eine VIP-Behandlung bei LowCost Preisen. Wobei ich den Wettbewerb grundsätzlich gut finde - aber dann bitte auch bei der Deutschen Bahn :-).

Wer sich rechtzeitig informiert, weiß z. B. bescheid, dass keine Getränke mitgenommen werden dürfen. Aber da kann weder die Airline geschweige das Personal was dafür, das ist eine EU-Richtlinie! Sinnvoll oder nicht - ist halt so.

Wer auf sein Ticket schaut, sieht auch, ob es was zu Essen gibt oder nicht. Und mal ehrlich, wenn Snack drauf steht muss ich bei einem Flugpreis von 100 € oder weniger nicht damit rechnen, mehr als ein paar Keckse, etc. zum "snacken" zu bekommen. Ich esse grundsätzlich vorher - auch wenn's was gibt. Schmeckt ja nicht immer - aber - das Personal kann da auch nichts dafür. Die Airline ordert das Zeug und gibt das Budget vor!
Und in zwei bis max. 4 Stunden Flugzeit ist noch keiner verhungert ...

Sina, danke für den Hinweis mit dem Kaffee mit oder ohne, Wasser mit oder ohne - ist keine böse Absicht, aber da dachte ich auch nie dran ... Sorry :-).
Gelobe Besserung - versprochen.

Apropos Boarding ...

Ich flog vor vier Wochen aus Polen zurück ... Eine kleine Maschine vom Typ Embraer ... Wir auf dem Rollfeld - Schlangenbildung, weil einer seine sage und schreibe 7 (!) Taschen mit Dutyfreezeugs in den Ablagen verstauen musste. Er war ja schon drin ... Egal, ob draußen noch welche stehen, es regnet, etc. Habe mich mit der Stewardess (das Wort Flugbeleiterin find ich doof) unterhalten - ein Führerschein für Passagiere über richtiges Verhalten wäre auch nicht schlecht ...

Aber natürlich - da müssen wir ehrlich sein - gibt es auch Crew's, die einfach einen schlechten Tag haben und mürrisch sind. Der Busfahrer des Schulbuses hatte ja auch immer jeden Tag einen Clown gefrühstückt ... oder?

Ein wenig Toleranz von beiden Seiten und alle sind Happy. Und die Passagiere sollten sich nicht zu wichtig nehmen.

Um in den Worten der DB zu sprechen "Sänk ju for trävelling wis ..." wünsche ich allen allzeit Guten Flug.


am 01.09.2010 14:21 Uhr von Frank
  Armer Kunde !
Hallo Sina,
ich würde sagen Sie haben Ihren Beruf verfehlt und sind ungeeignet für den Beruf. Sie beschweren sich über die Passagiere. Ich beschwere mich über den schlechten Service einer großen deutschen Airline. Sind Sie schon mal mit einer asiatischen oder arabischen Airline geflogen ?

Dann wissen Sie was Service bedeutet !!

Ich kann verstehen das Ihr Beruf nicht einfach ist und das es Passagiere gibt die Nerven. Aber Sie müssen auch die Passagiere verstehen die für Ihr Geld Service erwarten können. Und nicht zu vergessen die mit Ihrem gekauften Ticket auch Ihr Gehalt bezahlen.

Trotzdem weiterhin viel Spaß mit Ihren unangenehmen Gästen und vielleicht machen Sie sich auch mal darüber Gedanken. Hoffe nicht das wir bei der selben Airline arbeiten.

Gruss
Frank


am 19.09.2010 14:11 Uhr von natalia
  Kommentar
Sina hat vollkommen Recht. Des meisten Passagieren mangelt es an Selbstdisziplin. Ich bin im Einzelhandel tätig und kann Sina`s Berichte nur bestätigen.

Herzlichen Dank für Deinen Bericht!


am 19.09.2010 22:35 Uhr von Sandra
  Wer sagt eigentlich...
... dass Arbeit Spaß machen muss? Ich bin kein oben beschriebener Fluggast und ich find es auch unmöglich, wie sich einige bewegen, aber haben Sie auch schonmal nette Passagiere erlebt? Hört sich nicht so an.

Suchen Sie sich am besten einen anderen Job, vielleicht finden Sie einen, der jeden Tag und jede Stunde Spaß macht, bei dem man erst um 10 aufstehen muss und um 2 wieder zuhause ist, der gut bezahlt wird, bei dem es viel Urlaub gibt und die Arbeitszeit sich auf Dienstag bis Donnerstag beschränkt, bei dem jeder freundlich zu Ihnen ist.

Meine Güte, es gibt nunmal so Leute. Und die gibt es nicht nur in Deutschland und nicht nur in Ihrem Beruf, das können Sie wohl glauben!


am 10.10.2010 12:30 Uhr von Gernot
  Richtig...
Ich erlebe in meinem Beruf (der mir Spaß macht)als Flugzeugmechaniker auch ständig die Passagiere die zum über die Crews meckern und auch die Crews die über die Passagiere meckern. Was solls, ein wenig mehr mitdenken von beiden Seiten kann nicht schaden.Bei anderen Airlines ist natürlich alles viel besser.... komisch wenn man mal mit den anderen fliegt ist es genau andersherrum.

Wo ich Sina rechtgeben kann ist das denken der Passagiere .... ich habe ein Ticket gekauft .... ich habe den Flieger gekauft und alles was drin ist...

Und das Problem ist typisch deutsch.


am 12.10.2010 22:47 Uhr von matthias
  geteilter meinung
hallo sina, gebe ihnen in vieler hinsicht recht. es ist doch wohl nicht zuviel verlangt, beim betreten der kabine ein freundliches hallo über die lippen zu bringen !? und ein späßchen kommt uns immer gerne über die lippen.

allerdings haben wir auch schon einen purser erlebt, dem ich nach dem einsteigen fast an die gurgel gegangen wäre ! wir wollen einen angenehmen flug (dem preis gerecht) erleben - sie sollen ihren job machen, so dass er ihnen spass macht und ich denke, dann sind beide seiten zufrieden. und ein dankeschön beim verlassen der kabine wird ihnen sicher auch ein lächeln auf´s gesicht zaubern, oder ! mfg

matthias


am 13.10.2010 10:13 Uhr von Pit
  Stimmt völlig
Es ist eine reine Erziehungsfrage, ich stimme Sina voll zu. Und natürlich soll Arbeit auch Spaß machen. Man sollte Autoritäten anerkennen und wenn jemand in seinem Job den er gelernt hat arbeitet muss man ihm auch den nötigen Respekt entgegen bringen.

Ja, ich bevorzuge auch asiatische Airlines, aber nicht nur wegen des Personals sondern weil auch mehr asiatische Fluggäste an Bord sind und weniger Deutsche. In Hong Kong oder Singapur sind die Leute von sich aus gewöhnt, das es auch mal 5000 HK-Doller Strafe kostet seinen Müll auf den Boden zu werfen und wer nicht zahlen kann dem droht auch bis zu 6 Monate Haft.

Logisch das sie sich dann auch besser benehmen. Sowas wäre bei uns undenkbar, schon würde jemand mit Menschenrechten, pesönlichen Freiheiten daher kommen. Dabei vergisst er selbst aber das er mit seinem Verhalten die Freiheiten und Rechte anderer verletzt wenn er sich so unverschämt gegenüber Servicpersonal verhält. Und das ist typisch deutsch, für sich selbst alles in Anspruch nehmen aber anderen nichts zugestehen.

Der Neid und Geiz sind die Hauptcharaktereigenschaften.


am 20.12.2010 15:33 Uhr von Gregor
  Warum kündigst Du nicht?
Hallo Sina,
wenn Du nicht in der Lage bist, serviceorientiert zu arbeiten, dann such' Dir etwas anderes. Du arbeitest ganz sicher im falschen Beruf, und ich hoffe sehr, dass wir keine Kollegen sind. Deine Fluggäste, die Du so gerne kritisierst, zahlen Dein Gehalt. Du bist für Sie da. Also benimm Dich entsprechend. Falls Du gedacht hast, Du wurdest als Flugbegleiterin eingestellt, um den ganzen Tag Spaß zu haben, wach 'mal auf. In einer Hinsicht muss ich Dir Recht geben: Deutschland ist wirklich arm dran, wenn Personen wie Du im Servicebereich einer Airline arbeiten dürfen. Ein LH-Purser


am 01.04.2011 13:55 Uhr von s-man
  geh sterben, gergor
du hast nichts, gar nichts verstanden
no more lh


am 31.05.2011 13:53 Uhr von schnoor
  deutsche sprache
wir sind von hamburg nach el paso tx geflogen, als älteres ehepaar, leider konnte kein flugbegleiter deutsch


am 12.08.2011 17:25 Uhr von Renate
  Die Letzten werden die Ersten sei.
Hallo Sina,
ich verstehe es nicht warum können nicht die hinteren Fluggäste zuerst einsteigen, damit es in der Maschine zügig voran geht.Außerdem fällt mir beim verlassen der Maschine auf,wie schmutzig es überall ist. Wieso sind die
Menschen nur so unordentlich und nachlässig. Freundlich bin ich, werde aber mit dem Kaffee mich bessern.


am 17.10.2011 21:35 Uhr von CCM
  @Gregor
...also mach mal halb lang, du als PU hast ja auch nich viel zu tun, nen bisschen First Class hier nen bisschen da, was ist so falsch daran, ein wenig Respekt zu erwarten...scheinbar bist du in der falschen Position, denn deine Aussagen erwecken den Eindruck, dass du dich um die Sorgen deiner Kollegen oder auch FAs nicht scherst...sowas arrogantes hab ich selten erlebt, halt typisch LH...mal wieder sämtliche Klischees erfüllt, danke Gregor


am 15.01.2012 20:06 Uhr von Isy
  Da kann man(n) nur Recht geben
Ja, so ist es immer nur drauf. Man ich fliege seit Jahren und wenn ich sehen was da abgeht. Bei jedem Flug ,meinen einige "Gäste" den Damen und Herren den sagen zu müssen wie Sie Ihre arbeit zu machen Haben.

z.B Kaufen für 49.90@ nen Ticket und sind nicht in der Lage 2,50@ für nen Tee aus zugeben. Was wird gemacht. Die Stewardess wir angemacht! und das von mind. 50% der Gäste. Wenn Ihre was zum essen und trinken wollt na dann Fliegt eben mit Linie dann gibt es auch was, nur da müsst Iht eben das x-fache zahlen.

Zu dir Sina, ja du hast Recht, wird sind so in Deutschland, erst mal schauen wo wir motzen können und erst mal zeigen was wir sind. Klar kein Respekt zu anderen Menschen. Wenn einer was für mich tut dann zeigen was schlecht war und immer Recht haben wollen.

Viele der "schreiberlinge" hier sind immer so und werden auch so bleiben, weil Sie nicht anderes wollen.
Ob im Flieger oder im Hotel immer das gleiche.

z.B. 2011 im Hotel regt sich ein trottel auf,warum es im Hotel in der Trükei kein Schweinshaxe gibt - hmm warum wohl?

Will mal wissen ob diese Menschen zuhause auch so sind?
Ich hab nur Recht die anderen nicht, dass ist das Moto.


am 16.05.2012 18:46 Uhr von Kean
  Danke, Sina
Auch wenn ich Sinas Beitrag erst knapp zwei Jahre nach Veröffentlichung entdeckt habe, hat er an Aktualität nichts eingebüßt.

Ich fand es sehr interessant, auch mal die Sicht einer Flugbegleiterin zu lesen. Ihre Erfahrungen decken sich vollkommen mit meinen Erlebnissen auf diversen Flügen.

Das eigentliche Problem liegt im allmählichen Verfall menschlicher Werte. Gegenseitiger Respekt, Geduld, Tolleranz, Bescheidenheit, Höflichkeit - das alles kommt immer mehr abhanden. Mir fällt das jedesmal besonders bei Flügen mit deutschen Airlines auf. Ich beziehe mich dabei ausschließlich auf Fluggäste. Das oft überhebliche, meckernde, ungeduldige Verhalten beginnt häufig in der Schlange am checkin-Schalter, setzt sich fort beim Ignorieren der Einsteigreihenfolge und findet beim Betragen im Flugzeug nahtlos Anschluss. Es ist oft einfach nur abartig auf diese Weise erinnert zu werden, dass man bald wieder in Deutschland ist, wenn man aus dem Ausland kommt. Für mich ist das jedesmal eine erschreckendes Erlebnis.

Erschütternd finde ich wie sich hier einige Kollegen Sinas äußern. Die Frau hat ganz im Gegenteil ihren Beruf verfehlt. Wahrscheinlich macht sie sogar einen richtig guten Job. Oft sind es die kleinen Dinge, die unser Leben angenehmer machen: ein freundliches Wort, ein Lächeln oder nur etwas mehr Aufmerksamkeit. Bedauerlich ist, dass solche Dinge eher seltener werden. Schade!
Ja, es stimmt, auch ich fühle mich sehr wohl in Skandinavien, Portugal oder den Niederlanden, überall dort, wo die Menschen netter miteinander umgehen als das oft hier in Deutschland der Fall ist.

Auch ich sage Danke für manchen kleinen Tipp aus Sinas Beitrag. Klar, ich werde demnächst gern meinen Kaffee gleich so bestellen wie ich ihn möchte.

...oder ich fliege in Zukunft öfter mit ausländischen Fluggesellschaften. Zumindest ist dort der Anteil deutscher Fluggäste geringer...das Konfliktpotential allerdings auch. :-)

Ich wünsche uns allen auch in Zukunft vor allem entspannte, angenehme Flüge, dem Flugpersonal wie den Fluggästen.



am 31.01.2013 11:18 Uhr von Barbara Herbst
  Hallo Sina
Hallo Sina, Sie haben den Beruf nicht verfehlt. Diese Leute, die hier so etwas schreiben, sind wahrscheinlich solche Passagiere, welche Sie in Ihrem Bericht beschrieben haben. Ich fliege auch öfter und habe noch keinen unhöflichen Flugbegleietr kennen gelernt. Wie heißt es so schön " wie man in den wald rein schreit, so kommt es zurück.

Alles Gute Ihnen


am 09.01.2015 02:19 Uhr von Walter Merkl
  Liebe Sina,
in vielen von Dir genannten Punkten muß ich Dir absolut recht geben. Als Luftfahrt-Enthusiast kenne ich etliche
Flugbegleiter in meinem Freundeskreis, mit denen ich mich gut unterhalten habe. Fakt ist, es handelt sich bei Eurer Tätigkeit wirklich um einen "Knochenjob". Ich beneide Euch nicht und möchte allen in diesem Metier Beschäftigten meinen Respekt aussprechen !
Alles Gute, Sina, bei der Ausübung Deines Jobs.


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