Lufthansa Bewertung

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2-Klassen-Flug

  • 23.05.2015
  • Reimund (56) Iserlohn
  • 0
  • Lufthansa A380-800

Lufthansa Flug von Los Angeles nach Frankfurt

Beim Hinflug (Frankfurt-Los Angeles) war es noch auszuhalten, der Rückflug von Los Angeles nach Frankfurt war dagegen die reine Hölle und für eine "Premium-Airline" absolut blamabel. Es fing schon damit an dass an den Check-In-Schaltern schlecht qualifiziertes Personal eingesetzt wurde, welches über keinerlei Deutschkenntnisse verfügte. Dasselbe beim Boarding, niemand sprach deutsch, so dass aufgrund der schlecht verständlichen englischen Ansagen kaum jemandem klar war wo er sich denn bitteschön anzustellen hatte, was ein totales Chaos zur Folge hatte.

Warum können andere Airlines ihre Durchsagen seltsamerweise in Sprachen wie spanisch, japanisch, französisch, italienisch und russisch ausführen, aber für 500 Passagiere einer A380 geht das nicht? Ein Armutszeugnis. allererster Güte. Die nächste Frechheit war dann der unzumutbare Sitzplatz, denn der ohnehin knappe Fußraum vor meinem Sitz wurde auch noch durch eine sperrige und scharfkantige "Mediabox" um mehr als ein Drittel reduziert. Eine Unverschämtheit, denn diesen eindeutigen Konstruktionsfehler zu Lasten der zahlenden Passagiere findet man bei anderen Airlines wie Emirates oder Singapore Airlines nicht.

Eine Unverschämtheit ohnegleichen, denn auch in der Economy-Class haben alle Passagiere ein identisches Ticket, mindestens 12 von diesen bekommen aber eine mangelhafte Leistung zum vollem Preis. Wer wundert sich denn bei der Lufthansa noch warum diese 12 verärgerten Passagiere das nächste Mal der ohnehin angeschlagenen Lufthansa den langen Finger zeigen? 10 oder 11 Stunden in verkrampfter Haltung sind aber nicht nur eine Folter für den direkt betroffenen Passagier, sondern auch für dessen Vordermann, da dieser seine Rückenlehne nicht verstellen kann ohne mit den Knien des Hintermann zu kollidieren.

Ich konnte nach einen heftigen Disput mit meinem US-amerikanischen Vordermann diesen dann doch durch einen vorübergehenden Platztausch davon überzeugen dass wir wohl beide bei diesem Flug "bad luck" hatten und er war so einsichtig auf seine Schlafposition zu verzichten. Womit wir beim dritten Punkt wären, der dafür ausschlaggebend ist dass ich künftig auf die Dienste der Lufthansa verzichten werde. Man konnte schon nach dem Start schnell erkennen wer US-Bürger war und wer nicht. Kaum hatte die Maschine abgehoben wurden in fast allen Reihen in denen US-Bürger am Fenster saßen sofort die Fenster verschlossen und die Sitze in Schlafposition gebracht, obwohl es gerade erst früher Nachmittag war.

Und auch während der Bordmahlzeiten dachten die wenigsten US-Passagiere daran die Rückenlehnen wieder geradezustellen, so dass ein Essen fast unmöglich war. Wenn das Personal sie freundlich darum bat Rücksicht auf ihre Hinterleute zu nehmen, stellten sie sich einfach schlafend oder ignorierten dies einfach. Als ich mit einem Flugbegleiter, den ich rein zufällig von einem Delegiertenparteitag meiner Partei her kannte darüber sprach, meinte dieser nur resigniert er dürfe da nicht einschreiten, da die Lufthansa im Amerikageschäft mit United und AA in hartem Wettbewerb stünde und es daher dienstliche Anweisungen gebe amerikanische Passagiere bevorzugt zu behandeln, da sich diese sonst beschweren und abwandern würden.

Offenbar hat sich das in den USA herumgesprochen und wer ohnehin schon ein Rüpel ist, der verhält sich dann erst recht dementsprechend. Hallo? Liebe Lufthansa-Manager, ich erwarte als Economy-Passagier nicht von Euch das Ihr mich auf Händen über den Ozean tragt und auch keinen Komfort wie in der Business-Class. Aber wenigstens als vollzahlender Passagier dasselbe Platzangebot wie die Passagiere auf den anderen Plätzen rings um mich herum, Genauso wie eine Gleichbehandlung der Passagiere, unabhängig egal welcher Nation diese angehören.

Wenn es mit der Lufthansa wirtschaftlich bergab geht, dann nicht wegen des Konkurrenzkampfes, denn der betrifft alle Airlines gleich. Auch nicht wegen der streikenden Piloten, denn ich kenne mich mit Kostenrechnungen aus und weiß dass deren Gehälter nur einen winzigen Bruchteil der laufenden Kosten ausmachen. Die Ursache ist schlicht und ergreifend dass andere Airlines eben bessere Leistungen erbringen, z.B. 3 entscheidende Zentimeter mehr Kniefreiheit, oder auch nur mehr Respekt vor dem Kunden. Denkt einfach zuerst an den zahlenden Kunden und dann erst an die Aktionäre, denn nur zufriedene Kunden können letztendlich dafür sorgen dass Ihr nicht rund um die Uhr an die Aktionäre denken müsst.



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 - schlecht    - geht so   - mittel    - gut    - vorbildlich

  • Service
  • - gut
  • Essensqualität
  • - gut
  • Unterhaltung
  • - gut
  • Sauberkeit
  • - mittel
  • Freundlichkeit
  • - gut
  • Pünktlichkeit
  • - mittel
  • Sitzkomfort
  • - schlecht
  • Preis-Leistung
  • - mittel
  • Durchschnitt
  • 3.25 Sterne
  • geflogen
  • 18. Mai 2015
  • Flug Nr.
  • --
  • Klasse
  • Economy
  • Reiseart
  • Privat/Urlaub

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