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13.11.2008 14:21 Uhr
» Übersicht » Airlines » Spanair
Spanair-Katastrophe: Weitere Details veröffentlicht
Der einzig wahre Aufklärer in Sachen Spanair-Absturz ist zweifellos die spanische Tageszeitung „El Mundo“. Dank deren investigativen Journalismus kommen immer mehr Details über das verheerende Unglück ans Tageslicht.

Jetzt hatten die Journalisten in mühevoller Kleinarbeit ermittelt, dass die abgestürzte Maschine schon eine lange Pannenserie hinter sich hatte – technische Probleme ohne Ende.
Schon vier Wochen vor der Katastrophe, am 26. Juli, hatte ein Pilot dieser Maschine auf Mallorca einen Start abgebrochen. Im Bordbuch fanden die Journalisten den Hinweis: Der Startabbruch sei wegen starken Lärms erfolgt. Daraufhin sei die Maschine überprüft worden, aber es wurden keine Mängel festgestellt. Bereits am 29. Juli kam es zu einem weiteren Vorfall mit dieser Maschine, als ein Pilot einen defekten Mechanismus an den Flügeln entdeckte, ohne den eine Landung gar nicht möglich gewesen wäre. Und am 9. und 18. August versagten weitere Teile des Flügel-Bremssystems.

Da diese Meldungen jetzt durch Spaniens Medien gingen, dürfte die Spanair noch mit einem weiteren Rückgang der Passagierzahlen rechnen müssen. Die Spanair kämpft schon jetzt ums Überleben. Und gäbe es nicht die Mutter SAS, dann wäre die Spanair schon längst Geschichte. Das Schlimme daran ist, dass auch die SAS selbst durch die Spanair mit in den Strudel der roten Zahlen gerissen wird.

Gestern nun musste erstmals der Mechaniker, der am 20. August in Madrid die Unglücksmaschine der Fluggesellschaft Spanair gewartet hat, seine Aussage machen. Er sagte, dass der defekte Wärmesensor bewusst deaktiviert worden, weil er keinen Einfluss auf die Sicherheit des Flugzeugs haben würde. Insgesamt stehen drei Techniker wegen fahrlässigen Totschlags in 154 Fällen vor Gericht. Allerdings ist auch heute noch nicht bewiesen, ob der Absturz tatsächlich auf den Sensor zurückzuführen ist.




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