Von Getränken, Mahlzeiten und von sicherheitsgerechtem Besteck an Bord
Der Überflieger erinnert sich noch sehr gut daran, dass man früher bei den meisten Flügen zur Begrüßung einen Campari-Orange serviert bekam. Und er erinnert sich daran, dass es kaum einen Erwachsenen gab, der nicht freudig zugegriffen hat. Auch die, die das ganze Jahr über nur Bier in sich hinein geschüttet haben oder die sonst zwei Stunden vor einem Viertel Rotwein saßen. Serviert wurde Campari-Orange in der Economy-Class ausschließlich in einem Plastikbecher, was niemanden störte – Hauptsache es war kostenlos.
In der First-Class hatte man dieses Sorgen nicht, denn da wurde früher und auch heute noch ausschließlich Champagner oder Orangensaft in Gläsern serviert, ebenfalls kostenlos.
Kostenlos, Schnäppchen, Rabatte – das sind die Schlagwörter in der heutigen Zeit. Hauptsache billig! Und das gilt auch für Flugreisende. Obwohl bei den Airlines, wo es noch ein kostenloses Getränk oder gar eine kostenlose Mahlzeit gibt, alles gar nicht kostenlos ist. Man muss nur nicht wie im Restaurant bezahlen, man hat bereits Vorkasse geleistet, und zwar mit der Bezahlung seines Tickets. Und was darüber hinaus geht, ist sehr wohl „gebührenpflichtig“ - und wie.
Auch in der Luftfahrt bekommt man nichts geschenkt: Wer viel bezahlt, bekommt auch viel geboten, das ist die einfache Rechnung.
Doch zurück zum Campari-Orange, den es heute nicht mehr gibt. An seine Stelle ist der Tomatensaft getreten, aber das Verhalten an Bord hat sich nicht geändert. Selbst Reisende, die das Wort Tomatensaft nicht einmal fehlerfrei schreiben können, nehmen ihn gerne und dankbar an. Ob´s schmeckt, das spielt keine Rolle mehr, auch nicht, dass es ein sehr gesundes Getränk ist – Hauptsache „kostenlos“!
Plastikgeschirr und Plastikbesteck, daran hat man sich gewöhnt, wenn auch das Essen damit nur halb so gut schmeckt. Sieht man seine Mitreisenden und sich selbst in den Plastikfolien der Verpackungen herumstochern, die Ellenbogen einziehend, um das Fleisch zu schneiden, dann hat das schon etwas von vom Leben eines Pfadfinders oder einer Klassenfahrt.
Hoch lebe das Anti-Terrorbesteck
Plastikgeschirr soll auch der Sicherheit dienen, aber es dient wohl eher dazu, die Müllberge dieser Erde zu vergrößern und um Gewicht zu sparen.
Dabei gibt es hervorragende Alternativen. So hat eine englische Firma ein Anti-Terrorbesteck für Airlines entwickelt. Dieses Edelstahl-Besteck entspricht den strengen Vorschriften des britischen Verkehrsministeriums. Die Messerklingen sind nur drei Zentimeter lang und haben ein abgerundetes Ende, so dass sie als Waffe gar nicht taugen. Auch die Zacken der Gabeln sind nur drei Zentimeter lang und die Löffel wurden schon immer als harmlos eingestuft.
Und tatsächlich haben bereits einige Airlines zugegriffen, aber nur in der Business-Class für Geschäftsreisende und für die gut betuchten Passagiere der Ersten Klasse wird dieses Besteck eingesetzt. Edelstahl taugt anscheinend nicht für die „Economysten“. Obwohl auch diese mit Messer und Gabel aus Edelstahl essen können.
Und hinzu kommt auch die Qualität: Auch hier gilt, dass wer viel bezahlt, auch das bessere Essen bekommt – natürlich abgetrennt von den restlichen Passagieren.
Die Qualität der Mahlzeiten
Nicht selten entdeckt man beim Öffnen der Plastik-Versiegelung verkochte Pasta, schlappen Salat, pappige Brötchen und ähnliches. Doch halt, das kann man wirklich nicht verallgemeinern. Es gibt sehr viele, sehr gute Verpflegungen an Bord – auch für die „Economysten“. Wobei es recht schwierig ist, Essen in Kategorien einzuteilen, zu unterschiedlich sind die Geschmäcker. Und das Catering ist von Land zu Land auch nicht immer auf der Höhe des persönlichen Geschmacks. In der Regel aber ist das Essen zu wenig, aber lange nicht so schlecht wie oben dargestellt.
Um einen umfassenden Überblick zu geben, sollte in die Bewertung einer Flugreise immer auch die Verpflegung einfließen. Deshalb empfiehlt Ihnen der Überflieger nicht nur eine reine Airline-Bewertung bei airline-bewertungen.eu, sondern empfiehlt auch, das Essen zu beschreiben und ein Foto von dem selben hochzuladen, was ein Kinderspiel ist. Überhaupt sind Airline-Bewertungen ideal für andere Reisende, sich einen Überblick zu verschaffen, welche Airline ihnen am ehesten „entgegen kommt“.
Schauen Sie doch mal rein bei airline-bewertungen.eu – es ist wirklich spannend und unterhaltsam zugleich – und Sie können Ihren letzten Flug gleich mitbewerten, aber bitte die Verpflegung nicht vergessen.
In diesem Sinne viel Glück mit den Mahlzeiten an Bord und bis nächste Woche
Ihr Überflieger
ueberflieger@airline-bewertungen.eu
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