Swiss: Personalmangel führte zu unhaltbaren Zuständen
Kaum zu glauben, wie die Lufthansa-Tochter Swiss mit ihren Mitarbeitern umgeht. Man versagte dem Kabinenpersonal Ferien bereits im Voraus zu buchen, das Personalbüro versagte verbindliche Zusagen, und man drückte Mitarbeitern Einsatzpläne aufs Auge, die ihnen kein Mitspracherecht einräumten. Das Kabinenpersonal wurde zum Spielball der Interessen der Swiss.
Traumgehälter für „gemietetes“ Kabinenpersonal
Ein weiteres Ärgernis ist die Tatsache, dass man zeitweise Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter von der Lufthansa holte und ihnen ein fürstliches Gehalt von etwa 6100 Franken (etwa 3869 Euro) bezahlte – nur einen Bruchteil eines solchen Gehalts bekommen die Mitarbeiter der Swiss. Das Anfangsgehalt eines Kabinenmitglieds liegt bei etwa 3300 Franken (etwa 2100 Euro). Auf den Betrag von 6100 Schweizer Franken kommt man bei der Swiss, so die Gewerkschaft des Kabinenpersonals, jedoch erst im 14. Dienstjahr. „Diese Diskrepanz ist für unsere Mitglieder ein Affront“, so ein Gewerkschaftssprecher.
Niedrig-Lohnniveau trotz hohen Gewinnen
Es ist kein Geheimnis, dass bei der Swiss mit die niedrigsten Löhne im westlichen Europa bezahlt werden, obwohl die Airline nach der Übernahme durch die Lufthansa immer noch grandiose schwarze Zahlen schreibt. Mit den eigentlichen Swiss-Tarifen hätte man wohl keinen einzigen Lufthansa-Mitarbeiter gewinnen können, denn die Gehälter bei der Lufthansa liegen um die zwanzig Prozent höher als bei der Swiss. Und dabei, so eine Swiss-Flugbegleiterin, seien die Arbeitsbedingungen bei der Lufthansa um vieles besser.
Die Swiss-Mitarbeiter verlieren die Motivation
Die Gräben zwischen dem Swiss-Management und den Mitarbeitern sind so tief wie noch nie. Auf der einen Seite des Grabens die hoch profitable Swiss, auf der anderen Seite eine steigende Unzufriedenheit des Personals, dass völlig frustriert zu sein scheint.
Die Manager müssen sich jetzt etwas einfallen lassen, denn ein unzufriedenes Personal, ohne jegliche Motivation, das kann sich auf Dauer keine Airline der Welt mehr leisten.
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