Airline bewerten

Airlines

 


Thai Airways International
Thailand
292 Bewertungen


Icelandair
Island
20 Bewertungen


Kenya Airways
Kenia
8 Bewertungen


Austrian Airlines
Österreich
153 Bewertungen


swiss
Schweiz
241 Bewertungen


Aeroflot
Russland
41 Bewertungen


Continental Airlines
USA
115 Bewertungen


Welcome Air
Österreich
5 Bewertungen


airBaltic
Lettland
70 Bewertungen


Qatar Airways
Katar
256 Bewertungen


Tatarstan Air
Russland
6 Bewertungen


SriLanKan Airlines
Sri Lanka
78 Bewertungen


Air Bagan
Myanmar
3 Bewertungen


Luxair
Luxemburg
25 Bewertungen


Sterling Airlines
Dänemark
2 Bewertungen

Airline News Überflieger




16.09.2008 23:04 Uhr
» Übersicht » Fluggast-Informationen » Überflieger
Weltweit sterben etwa 2500 Passagiere an Bord eines Flugzeugs - warum?
Bei meinem letzten Flug kam es zu einem bedauerlichen Zwischenfall, der viele der an Bord befindlichen Passagiere zum Nachdenken brachte. Eine ältere Dame zwei oder drei Reihen vor mir klagte, dass ihr ziemlich übel sei und auch schwindlig. Die Stewardess brachte ihr ein Glas Wasser und wünschte gute Besserung. Die Dame hielt bis zur Landung durch, musste aber von Mitarbeitern des Roten Kreuz aus dem Flugzeug geholt werden.

Problemfall Erste Hilfe
Da stellten sich viele die Frage, was wäre eigentlich geschehen, wenn dieser Vorfall nicht so glimpflich abgelaufen wäre? Diese Frage ist mehr als berechtigt. Kommen die Flugbegleiterinnen mit ihren Erste-Hilfe-Kenntnissen nicht mehr weiter, folgt die Durchsage: „Ist ein Arzt an Bord?“

Und wenn nicht, was dann? Und wenn ja, was kann er tun? Selbst wenn ein Arzt sein Köfferchen dabei hätte, könnte er es nicht auspacken, denn an Bord darf er es ja nicht mitnehmen – wegen seiner „gefährlichen“ Instrumente. Also ist es im Gepäck, wohl behütet im Bauch des Flugzeugs.

Zahlen, die für sich sprechen
Jetzt habe ich gelesen, dass es rund 100.000 so genannte medizinische Zwischenfälle im Jahr gibt. Interessanter jedoch ist diese Zahl: Alle fünf Minuten meldet ein Passagier dem Bordpersonal ein gesundheitliches Problem – mal was Ernsthaftes, mal was Leichteres.

In diesem Bericht war auch die Aussage des Leiters des medizinischen Dienstes bei der Lufthansa zu lesen. Er sagte, dass die Zahl solcher Vorfälle Jahr für Jahr ansteigen würde. Alleine bei der Lufthansa würde jeden Tag vier- bis fünfmal am Tag an Bord der Erste-Hilfe-Koffer benötigt. In den meisten Fällen hätten Passagiere Kreislauf-Probleme, da sie entweder zu wenig trinken (kein Wunder bei den Preisen) oder zu viel Alkohol „genießen“ (da spielt Geld dann keine Rolle).

Professionelle ärztliche Hilfe an Bord eines Flugzeugs zu bekommen ist also Glückssache. Selbst wenn, dann ist alles nicht so einfach. Nicht jeder Arzt ist auch in der Lage akute Notfälle zu behandeln. Ein Augenarzt ist kaum in der Lage, einen akuten Schlaganfall oder einen Herzinfarkt mit einer Erste-Hilfe-Maßnahme zu behandeln.

Erste Hilfe kommt auch vom Boden
Und doch ist ein Helfer in Luft nicht alleine. In Frankfurt gibt es eine Notrufrufzentrale, die International SOS. Ständig sind bis neun Ärzte in Bereitschaft, um das Bordpersonal oder einen sonstigen Helfer zu unterstützen. Sie beraten und unterstützen so gut es geht und können in den meisten, den leichteren Fällen auch helfen. Nicht jedoch bei Vorfällen, bei denen ärztliche Hilfe in Minutenschnelle notwendig wäre.

Horrorszenarium Herzinfarkt
In den USA gibt es die Vorschrift, dass alle Flugzeuge, die mehr als zwölf Sitzplätze haben, mit Defibrillatoren ausgestattet sein müssen, die mit Stromstößen ein Herz wieder zum Schlagen bringen können. In Deutschland gibt es eine solche Vorschrift nicht. Umso erfreulicher ist es deshalb, dass die Lufthansa und auch Air Berlin ihre Langstrecken-Flugzeuge auf freiwilliger Basis damit ausgerüstet haben.

Berliner Charité und Lebensretter Internet
Die Problematik der Ersten Hilfe an Bord von Flugzeugen ist nicht neu. Seit Jahren schon wird international daran gearbeitet, die Überlebenschancen von erkrankten Passagieren zu erhöhen. Eine Perfekte Lösung wird es wohl nicht geben können, aber es gibt gute Fortschritte. Die Berliner Charité hat sich diesem Thema besonders gewidmet, indem man an völlig neuen Konzepten forscht, die eine optimale Notfallausrüstung in Flugzeugen ermöglichen soll. Hier spielt das Internet eine entscheidende Rolle. So kann man Daten, zum Beispiel ein EKG, direkt an Fachärzte am Boden übermitteln. Und noch entscheidender ist die Möglichkeit, dass ein Arzt am Boden den Patienten in der Luft direkt per Videoübertragung sehen und sich mit ihm unterhalten kann.

Vorreiter Lufthansa
Schon seit einiger Zeit testet die Lufthansa einen Prototypen recht erfolgreich. Geplant ist, dass man mit der Inbetriebnahme der Airbus-A380-Maschinen ab dem kommenden Jahr eine so genannte telemedizinische Einrichtung zur Standard-Einrichtung macht. Ganz uneigennützig ist das natürlich nicht, denn alleine im Jahre 2007 musste Deutschlands größte Fluggesellschaft weit über 50 Zwischenlandungen einlegen, um einem Passagier ärztliche Hilfe zukommen zu lassen. Und eine außerplanmäßige Zwischenlandung kann bis 100.000 Euro kosten.

2500 Tote Passagiere weltweit jährlich
Und noch eine Zahl zeigt deutlich, wie notwendig der Ausbau der medizinischen Einrichten an Bord von Flugzeugen ist: Jahr für Jahr sterben weltweit etwa 2500 Passagiere an Bord aufgrund verschiedenster Ursachen – mit steigender Tendenz durch höhere Passagierzahlen. Ein Todesfall in mehreren 1000 Metern Höhe ist immer unangenehm. Nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern auch für die Crew und die anderen Reisenden.

Als erste Fluggesellschaft hat Singapore Airlines reagiert und in einem Teil ihrer Langstreckenflugzeuge ein spezielles Staufach integriert, in dem man eine Leiche unterbringen kann.

Vorsorge ist besser
Da ist der Weg der Vorsorge doch ein besserer. Dass sich speziell die Lufthansa diesem Thema so intensiv diesem Thema gewidmet, das verdient Anerkennung. Wohl wissend, dass eine Großzahl ihrer Kunden stressgeplagte Geschäftsreisende sind, die zur so genannten „Risikogruppe Herzkasper“ gehören.

Dieses Thema wird aber noch größere Bedeutung bekommen, wenn man tatsächlich die sowieso schon großen Passagierzahlen in den A380-Maschinen auf 1000 erhöhen möchte. Schon alleine der Gedanke daran verursacht Herzklopfen – aber das ist doch eher harmlos.

Verkaufsargument medizinische Vorsorge
Ihr Überflieger hat schon oft Lufthansa und Air Berlin kritisiert, aber dass beide Defibrillatoren bei Langstreckenflügen an Bord haben, das muss man ausdrücklich noch einmal loben. Und wenn dann auch noch telemedizinische Einrichtungen zur Grundausstattung gehören werden, dann ist dies ein wichtiger Grund für Passagiere, die zur Risikogruppe Herzinfarkt oder Schlaganfall gehören, nur mit solchen Airlines zu fliegen. Also auch ein Verkaufsargument.

So wünscht Ihnen der Überflieger, dass Sie niemals in eine solche Lage kommen, sondern ihre Flüge gesund und munter hinter sich bringen.
Bis nächste Woche herzliche Grüße von Ihrem
Überflieger

Schreiben Sie mir ihre Meinung, dieses Thema ist es wert, diskutiert zu werden:
ueberflieger@airline-bewertungen.eu
Flugsuche - Flüge buchen
Von:
Nach: 
Abflug:  
Rückflug:
   Erwachsene
Kinder (2-11 Jahre)
Kleinkinder (0-23 Mon.)
 
 Hin- und Rückflug
 Nur Hinflug
Klasse
  Nur freie Plätze suchen

Kommentare

bisher 0 Kommentare

Kommentar abgeben

zum Thema: Weltweit sterben etwa 2500 Passagiere an Bord eines Flugzeugs - warum?
Name:
Email:

(wird nicht angezeigt)

Überschrift:
Kommentar:
Spamfeld: 8 + 2 =

 

 

Bitte geben Sie eine gültige Email an, denn Sie bekommen eine Bestätigungsmail für Ihren Kommentar. Ihre Email Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben und Sie erhalten auch keine weiteren Mails von uns. Kommentare mit einer ungültigen Mail können wir leider nicht frei schalten.





Newsthemen

Austrian Airlines InterSky Aer Lingus Köln-Bonn London Heathrow CSA Czech Airlines easyJet Lufthansa British Airways Aerolineas Argentinas München Iceland Express Air Transat Air India Handgepäck Flugzeughersteller-Allgemein BH-Airlines Flughafen Sonstiges Pegasus Airlines


www.airline-bewertungen.eu | Impressum | Presse

Bluecounter Website Statistics Bluecounter Website Statistics