Jeder, der aus seinem wohl verdienten Urlaub wieder nach Hause kommt, hat auch ein Mitbringsel im Koffer. Und immer wieder ist es interessant, wenn man beobachten kann, was die Rückkehrer so alles in ihrem Koffer haben. Natürlich würde man selbst so einen „Gruscht“ niemals mitbringen.
Aber Vorsicht: Hat man sich zu Hause nicht auch selbst einmal gefragt: „Wie konnte ich so was überhaupt kaufen?“ So wird es vielleicht auch denen gehen, über die Sie sich noch am Flughafen gewundert haben.
Was ist in den vielen Koffern?
Jetzt habe ich im Fernsehen einen Bericht gesehen, wo Rückkehrer bereit waren, ihre Koffer aufzumachen, um ihr Mitbringsel zu zeigen. Natürlich nicht alle, manchen war es sofort peinlich, andere wiederum zeigten nur das, was unverfänglich war. Also ich würde auch nicht alles zeigen, was ich so mitbringe. Müsste ich es aber doch, dann würde ich steif und fest behaupten, es sei für meine Oma oder sonst jemanden, aber niemals für mich.
Der ideelle Wert
Es kann in der Tat auch der ideelle Wert zählen: zum Beispiel Fundstücke vom Strand. Es kann ja sein, dass man genau mit dieser kaputten und zerbrochenen Muschel eine Erinnerung verbindet – zum Beispiel wenn man in sie hineingetreten ist, was ziemlich schmerzhaft war. Vielleicht ist sogar noch ein wenig Blut an der Muschel zu sehen, das man dann zu Hause zeigen kann, auch wenn es niemanden interessiert.
Doch das mitgebrachte Strandgut ist ein echter Klassiker, und laut einer Umfrage noch immer absoluter Spitzenreiter der Mitbringsel. Und sehr preisgünstig, wenn einem bei der Ausreise nicht ein gefundener Stein als antik untergejubelt wird – wie in der Türkei mehrfach geschehen.
Was Zöllner so entdecken – von Straußeneiern und Heuschreckenfleisch
Auch der deutsche Zoll ist nicht zimperlich. Beispiel der Flughafen Friedrichshafen am Bodensee. Eigentlich ein kleiner Flughafen, aber mit scharfen Kontrollen, die gnadenlos aufdecken, was Flugreisende so alles in ihren Koffern haben.
Innerhalb eines Monats, so die amtliche Statistik aus Friedrichshafen, wurden ca. 24 Kilogramm Fleisch- und Wurstwaren, fünf Kilogramm Käse und vier Kilogramm Fisch aus den Koffern geholt, die aus Ländern stammten, aus denen die Lebensmitteleinfuhr nicht erlaubt ist.
Nicht schlecht staunten die Zöllner beim Fund von drei rohen Straußeneiern die eine Reisende aus Südafrika mitbrachte. Doch dem nicht genug, eine Thailand-Urlauberin hatte sage und schreibe sechs Kilogramm Heuschreckenfleisch in ihrem Gepäck. Da die Einfuhr aller genannten Lebensmittel aufgrund des Tierseuchengesetzes verboten sind, wurden sie beschlagnahmt und vernichtet.
Drei Reisende behaupteten, dass es sich bei von Zöllnern entdecktem Schmuck im Wert von über 35.000 Euro um Souvenirs handeln würde. Das kam teuer, denn einmal musste man 7200 Euro Steuern nachzahlen und haben auch noch ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung am Hals.
Der Renner: Potenzpillen
Der Zoll am Frankfurter Flughafen hat auch eine interessante Zahl bereit. Alleine in neun Monaten des vergangenen Jahres holte man aus Koffern mehrerer 100 Urlauber über 40.000 gefälschte Potenzpillen mit zweifelhafter Wirkung. Und alle haben behauptet, dass diese ein Mitbringsel für Freunde und Bekannte seien. Niemals natürlich für den Eigenbedarf – bei diesen Mengen.
Im Gepäck: tote Affen und Antilopen
Den grausigsten Fund machten wohl Zöllner auf dem Flughafen Münster/Osnabrück, die in einem Koffer tote Affen und Antilopen entdeckten, deren Geruch eine ganze Halle füllte. Das Gepäck stammte aus einer Air-France-Maschine, die aus Bangui, Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, kam. Der Fund: Vier tote Affen und fünf tote Antilopen. Aus den Kadavern, die in Müllsäcken verpackt waren, seien bereits „jede Menge“ Maden gekrabbelt. Der Besitzer der Koffer behauptete, man hätte ihm diese wohl untergejubelt.
Überraschung im Handgepäck
Natürlich, das weiß auch der Überflieger, ist dies ein Einzelfall. Und er ist froh, dass er nicht immer weiß, was sich im Gepäck seiner Mitreisenden befindet. Doch selbst vor dem Handgepäck seiner Mitreisenden ist man nicht sicher, wie man in den News von airline-bewertungen.eu vom 27. August mit der Überschrift „
Tauendes Pilzgericht zwingt Ryanair-Flugzeug zu Zwischenlandung“ lesen konnte.
Fazit
Und so werden Souvenirs, die man am Strand gefunden hat, wieder ins rechte Licht gerückt. Es muss nicht immer etwas Außergewöhnliches sein – beispielsweise ein Bikini-Oberteil aus Kokosnüssen -, das einem Urlauber schöne Erinnerungen beschert.
In der Hoffnung, dass Sie alle ohne Probleme durch den Zoll gekommen sind, grüßt Sie bis nächste Woche herzlichst
Ihr Überflieger
Der Überflieger freut sich über Post an: ueberflieger@airline-bewertungen.eu