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18.11.2010 22:01 Uhr
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Rolls-Royce / Airbus A380 / Airlines: Die Triebwerksprobleme werfen dunkle Schatten auf Rolls-Royce
Die Rolls-Royce-Triebwerksprobleme werfen viele Fragen auf. So wundert es auf den ersten Blick, das insgesamt 40 Triebwerke der A380-Flieger ausgetauscht werden müssen, bei Qantas 14, bei der Lufthansa aber nur eines.

Warum?
Die betroffenen Triebwerke sollen älterer Bauart sein. Was heißt das?
Es heißt in erster Linie, dass Rolls-Royce mangelhafte Technik an Airbus geliefert hat, es heißt aber auch, dass dies bei Airbus-Kontrollen nicht bemerkt wurde, es heißt aber auch, dass sich diese schwerwiegenden Fehler erst im Dauereinsatz bemerkbar machten.

Was sind spezifische Komponenten?
In den Triebwerken vom Typ „Trent 900“ müssen spezifische Komponenten ausgetauscht werden, so Airbus, ohne mitzuteilen, um welche Komponenten es sich handelt. Da stellt sich doch die Frage, warum man ein komplettes Triebwerk auswechseln muss, wenn der Fehler nur eine „spezifische Komponente“ betrifft? Und man muss hinterfragen, ob die Triebwerke neuerer Bauart überhaupt den Dauerstress problemlos überstehen.

Rolls-Royce – Schlamperei oder Überforderung?
Man redet schnell über „Kinderkrankheiten“, die hat es beim A380 genug gegeben, aber keiner dieser Vorfälle war so schwerwiegend wie die mit den Triebwerken des A380. Eine solche Panne darf nicht passieren, und deshalb darf man mit Kritik an Rolls-Royce nicht sparen, denn man muss durch immer wiederkehrende Kritik die Verantwortlich wachhalten, sie dürfen sich nie und nimmer mit Zufriedenheit in ihren Sesseln zurücklehnen. Die internationale Kritik bewegt sich zwischen Schlamperei und Überforderung.
Es wird wohl nie ans Tageslicht kommen, weshalb es zu solch eklatanten Fehler kommen konnte. Rolls-Royce mauert, gibt nur scheibchenweise eine Details bekannt, mit denen selbst Fachleute kaum etwas anfangen können.

John Rose – von der Arroganz eines Konzernchefs
Es ist Arroganz, es ist Überheblichkeit, es ist eine schallende Ohrfeige für die, die sich um die Sicherheit der Luftfahrt ihre Gedanken machen, wenn Rolls-Royce-Chef John Rose vor die Presse tritt und erklärt, dass dieser „Zwischenfall“ kaum den Jahresgewinn seines Konzerns schmälern würde. Rose hat mit keiner Silbe auch nur den Hauch von Selbstkritik verlauten lassen, geschweige denn, sich für den Murks der „Trent-900-Triebwerke“ entschuldigt oder gar Besserung gelobt. Hauptsache, die Kohle stimmt – und nach mir die Sintflut, denn in wenigen Monaten darf er sich mit einigen Millionen Pfund ins Altenteil verabschieden.

Und Airbus?
Heute wurde bekannt, dass man von Rolls-Royce Schadenersatz verlange. Das ist wohl selbstverständlich, lenkt aber auch davon ab, dass es notwendig wäre, auch die eigenen Kontrollen zu verschärfen oder zu intensivieren – davon hat man zumindest offiziell nichts gehört.

Und die Airlines?
Sie halten sich offiziell sehr zurück, wollen sie doch mit Recht ihre Passagiere nicht verunsichern. Mit Sicherheit aber raucht es hinter den Kulissen mächtig, und das ist auch gut so. Aufgrund der Pannen mit dem A380 werden die Inspektionen nicht nur intensiviert, sondern auch ausgeweitet. So können die Fluggäste, die mit einem A380 fliegen, trotz allem sicher sein, gut ans Ziel ihrer Reise zu kommen.





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