Airlines / Ticketsteuer: Noch nicht Gesetz – aber bereits kassiert
Verwirrung allenthalben. Die Meldungen über die Reaktionen der Airlines auf die neue Ticketsteuer unterscheiden sich zum Teil erheblich. Tatsache ist aber, dass die Airlines sehr
unterschiedlich auf diese neue Steuer reagieren.
Lufthansa als Abkassierer
Obwohl es bisher nur einen Kabinettsbeschluss gibt und noch gar nicht klar ist, ob eine sofortige Steuererhebung überhaupt den Bundesrat passieren wird, zocken einige Airlines schon heute ihre Kunden ab. Allen voran die Lufthansa, Ryanair und Easyjet, so eine Umfrage der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.
Unterschiedliche Reaktionen
Dass gerade die Lufthansa ihren Kunden am schnellsten in die Taschen greift, zeugt schon von einem ungesunden Selbstbewusstsein, da kommen selbst die sogenannten Billigflieger nicht mit. Ryanair verzichtet (noch) bei Sonderangeboten auf die Steuer und Easyjet, obwohl noch konzeptlos, soll angeblich, so „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, je nach „Strecke und Zeitpunkt entscheiden, ob und wie viel die Kunden bezahlen müssen“.
Air Berlin und Condor überlegen noch, was sie machen sollen.
Von der Abhängigkeit der Billig-Flughäfen
Doch im Prinzip sind dies für die Airlines selbst nur Nebenschauplätze, denn es geht um viel mehr. So ist auf den von Ryanair abhängigen Flughäfen schon so etwas wie Panik ausgebrochen, denn die Iren wollen zumindest ihre Deutschlandflüge stutzen, von einigen Flughäfen gar nicht mehr starten. Ob diese Pläne auch umgesetzt werden, das bleibt abzuwarten, aber das Schicksal einzelner Flughäfen hat Ryanair noch nie interessiert.
Lufthansa: Die Arroganz der Macht?
Was aber, wenn die neue Steuer doch nicht ab sofort kommt, wenn doch noch eine neue Höhe der Steuer verabschiedet wird? Dass ausgerechnet die Lufthansa seit 4. September abkassiert, das erinnert an eine „beleidigte Leberwurst“, weil der gigantische Lobbyisten-Einsatz gegen die Steuer ein einziger Fehlschlag gewesen ist. Da aber Geld auch in den Kassen der Lufthansa nicht stinkt, hat man umgehend die neue Steuer den Kunden aufgedrückt.
Air Berlin zögert
Die abwartende Haltung von Air Berlin scheint vernünftiger. Wie allerdings entschieden wird, weiß man auch noch nicht. Es ist aber zu befürchten, dass Joachim Hunold bald grünes Licht für höhere Ticketpreise geben wird.
Bruch der Wahlversprechen durch die Regierung
Nicht vergessen sollte man aber, dass die Bundesregierung wieder einmal ein Wahlversprechen gebrochen hat und ihren Bürgern via Airlines das Geld aus der Tasche zieht.
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