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16.06.2010 21:41 Uhr
» Übersicht » Airlines » Emirates
Emirates: Die Araber sparen sich den Notfallkoffer für 2000 Euro
Die Schweizer Zeitung „Blick“ sprach mit einem Augenzeugen eines Vorfalls in einer Maschine der Dubai-Airline „Emirates“, der ein Todesopfer forderte. Das Unverständliche daran war, dass der Mann auf dem Rückflug von Bangkok hätte gerettet werden können, wenn die Crew nicht versagt hätte und ein richtiger Notfallkoffer an Bord gewesen wäre.

Crew untersagte Hilfe
Der Augenzeuge, ein erfahrener Mediziner, saß nur einige Reihen hinter einem Mann, der einen Herzinfarkt erlitt, und wollte sofort erste Hilfe leisten, was ihm die Crew verweigerte. Er sollte sich zuerst als Arzt ausweisen. Entscheidende Zeit ging verloren. Erst als die Bodenstation die ärztliche Hilfe erlaubte konnte der Augenzeuge eingreifen.

Unzureichender Notfallkoffer
Neben der verlorenen Zeit hatte der Arzt mit einem weiteren, noch unverständlicherem Problem zu kämpfen: Der Notfallkoffer ist völlig unbrauchbar. „Mit besserer Ausstattung hätten wir vielleicht eine Chance gehabt!“ sagte der Arzt zum „Blick“.

Weitere Pannen und unverständliches Verhalten
Nach einer Stunde landete die Maschine in New Delhi, um den Patienten sofort zu versorgen. Doch statt eines Krankenwagens mit Arzt, war nur ein Arzt am Flughafen. Kurz nach der Landung verstarb der Patient.
Doch das ist noch nicht alles, denn Emirates hat der Familie des Toten Hilfe bei der Rückführung keine Unterstützung angeboten.

Die Angehörigen verlangten von „Emirates“ eine Erklärung und erhielten eine Email, dass man in den nächsten acht Wochen antworten werde.
„Emirates“ muss noch viel lernen
Da stellt sich in der Tat die Frage, inwieweit die Crews von „Emirates“ auf Notfälle vorbereitet sind, und noch unverständlicher ist es, dass die Dubai-Airline keine 2000 Euro in einen Notfallkoffer für jede Maschine übrig hat. Protzte man doch auf der ILA damit, 9,4 Milliarden Euro in neue Flugzeuge zu investieren, da zahlt man doch moderne und medizinisch perfekte Notfallkoffer aus der Portokasse. Und der Umgang mit der Familie ist ebenso nicht nachvollziehbar.

Emirates Statement EK375/5JUN BKK-DXB – attributable to an “EK spokesperson”

“Emirates' onboard medical support is amongst the most sophisticated in the world. Medical kits are stocked to ICAO standards and above. The kits onboard EK375 on 5th June were fully stocked and are subject to frequent checks.

Our cabin crew are trained in first aid and resuscitation. Should a passenger step forward identifying themselves as a doctor in an emergency situation, we are legally obliged to carry out a number of checks before accepting assistance.

All Emirates' aircraft have the capability to contact Medlink, our on-ground medical support operating 24/7, enabling cabin crew to be guided by highly experienced physicians.

Emirates is also one of the few airlines in the world to benefit from state of the art medical telemetry. Vital signs, real time video, electrocardiogram and blood glucose data can be sent via satellite to our on-ground medical support - enhancing the medical care available to passengers. All aircraft carry automatic external defibrillators.

If appropriate, Medlink will discuss the case with an onboard doctor and together with the Captain determine if a diversion is necessary. Not all airports are suitable for some of our aircraft types, so in some cases an immediate diversion is not always possible. If a diversion does takes place, the selected airport activates support on the ground as it sees fit.

The airline is confident that the situation aboard EK 375 was handled professionally and in line with strict internal guidelines, as well as international regulations.

Emirates again offers its sincere condolences to the deceased gentleman's family, with whom it has been in close personal contact since the flight.”




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