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Airline News Flughafen Sonstiges




14.05.2010 09:31 Uhr
» Übersicht » Flughafen » Flughafen Sonstiges
Flughafen Parchim: Die Verschleuderung von Steuergeldern nimmt ungeheure Ausmaße an
Ein weiterer Skandal um den chinesischen Investor Pang, der den Flughafen Parchim gekauft hatte, ohne aber bis zum heutigen Tage knapp 18 Millionen Euro der Restsumme bezahlt zu haben. Die wären im November vergangenen Jahres fällig gewesen, aber zahlen konnte er nicht. Im Februar dieses Jahres bat Pang, Chef der sogenannten Logistik-Gruppe LinkGlobal, erneut um Aufschub.

Landkreis verschenkt 13 Millionen Euro
Jetzt der eigentliche Skandal, da unfähige Lokalpolitiker, die von der Betreibung eines Flughafens keine, ja überhaupt keine Ahnung haben, auf 13 Millionen Euro verzichteten, indem sie Bang zusicherten, den Kaufpreis auf fünf Millionen Euro zu reduzieren. Trotz permanenter klammer Kassen hält der Landkreis an Pang fest, fällt regelmäßig auf dessen Versprechungen rein und verschenkt so notwendige Einnahmen, die für die permanent leeren Kassen ein Segen wären.

Alles nur Versprechungen
Die Abgeordneten des Kreistags stimmten diesem Millionengeschenk zu, weil auch sie dem Chinesen immer wieder auf den Leim gehen. Um dieses Geldgeschenk zu bekommen, versprach er wieder etwas, von dem man guten Gewissens glauben kann, dass es so niemals kommen wird: Pang verpflichtete sich, bis Ende 2011 mindestens 7,7 Millionen Euro zu investieren - beispielsweise in den Bau eines neuen Towers.

Ein Landrat ohne fachliche Kompetenzen
Parchims Landrat Klaus-Jürgen Iredi war mit diesem Deal zufrieden, mit dieser Vereinbarung habe der Landkreis als ehemaliger Eigentümer das Machbare erreicht. Iredi hält an Pang fest wie eine Klette, warum weiß noch kein Mensch, denn er behauptet, Pang habe gezeigt, dass er mit seiner Firma LinkGlobal ernsthaft an einer weiteren Entwicklung des Flughafens interessiert sei. Pang brauche jetzt die Sicherheit, seine Vorhaben (gemeint sind leere Versprechungen) zum Beispiel den Neubau des Towers. Ob er diese Aussagen selbst glaubt, wird wohl sein Geheimnis bleiben.

Noch ein Amateur: Angela Preuß
Doch dem nicht genug, da gibt es auch noch eine Mitarbeiterin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwerin namens Angela Preuß, die den Geschäftsbereich internationale Standortpolitik leitet. Sie verstieg sich zu der unverantwortlichen Aussage: „Pang ist ein Visionär!“ Man kann diese Aussage auch als Realitätsverlust bezeichnen. Aber es es ist ja nicht ihr Geld, das von den Lokalpolitikern bei vollem Bewusstsein verbrannt wird.

Iredis Schönrederei
Iredi verwies auf aktuelle Zahlen, die jeden Experten in den Wahnsinn treiben würde: Iredi jubelt, dass im Frachtverkehr das Vorjahresergebnis übertroffen worden sei: Von Januar bis April wären 2390 Tonnen Fracht abgefertigt worden. 2390 Tonnen das ist nichts, aber auch gar nichts.

Politik der Unglaubwürdigkeit
Iredis Politik ist eine Politik der Unglaubwürdigkeit. Nur ein Beispiel: In den News vom 7. September 2009 berichteten wir darüber, dass das Finanzamt Pangs Vermögen in Deutschland pfändete.

Zitat: „Der einst so viel gepriesene chinesische Investor Jonathan Pang hat Steuerschulden, die er nicht bezahlte, worauf das Finanzamt zur Pfändung geschritten ist“ (siehe http://www.airline-bewertungen.eu/..012.html).

Wir berichteten weiter: „Wegen der Pfändungsgeschichte wurde Landrat Klaus-Jürgen Iredi gefragt, ob er denn eigentlich selbst noch daran glaube, dass Pang die restlichen 17 Millionen Euro für den Flughafen auch noch bezahlt? Und was er antwortete war wie das Pfeifen im Keller: „Ich habe keinen Grund, nicht davon auszugehen. Auch die Betriebskosten werden laufend bezahlt.

Eigentlich ist das Maß voll
Davon will er heute nichts mehr wissen und verbreitet weiterhin fahrlässigen Optimismus – wie bereits im September des vergangenen Jahres – und sein Kreistag folgt ihm mit unverständlicher Nibelungentreue. Wann endlich greift hier die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern ein und macht seinem Treiben ein Ende? Seine Verschleuderung von Steuergeldern kann auch der Landesregierung nicht egal sein.
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Kommentare

bisher 7 Kommentare

am 07.10.2010 13:34 Uhr von real ist was anderes
  13 MIO € gehen dem Landkreis verloren!!!!
FAKT BlEIBT: HERRN PANG WERDEN 13 MIO € ERLASSEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


am 14.05.2010 10:58 Uhr von Thomas Schubert
  Ohne einen EURO
Die erste Rate des Kaufpreises hat Herr Pang auch nicht aus eigener Tasche bezahlt. Pang hat ohne einen Euro Leistung die Eintragung ins Grundbuch bekommen und sogleich Flächen an die australische Wiggins-Group verkauft.
Flughafenkauf ohne einen Euro selber zu zahlen.


am 14.05.2010 14:24 Uhr von ananymus
  steuerschuld leicht gemacht
ich bin nicht nur enttäuscht von so vielen debütanten.umgeben zu sein. mir werden 20 cent in der firmenabrechung nicht anerkannt und einem der noch nie was eingezahlt hat wird hier ein steuergeschenk in höhe von 13 millionen euro gemacht.

was haben wir doch für schauspieler in unseren landkreis sitzen. unfähig parchim als kreisstadt zur halten, geschweige sich für die erhaltung der pi parchim einzusetzen. was passiert denn wenn wir nicht mehr kreisstadt sind und hier nur noch eine 2 mann polizeistation ist? ich kann es wohl schon erahnen...

viel schlimmer ist auch noch, den angestellten und beamten des landkreises wird eine lohnerhöhung versagt mit der begründung es sind keine gelder da und im gleichem atemzug bekommen investoren ohne eigenkapital auch noch steuergeschenke. was für ein hohn...


am 18.05.2010 11:05 Uhr von realist
  Was macht eigentlich
Karl Eduard von Schnitzler? Ach, es gibt ihn noch, er schreibt jetzt hier seine Hetztiraden. Um die Verschleuderung welcher Steuergelder geht es denn hier bitte? Niemand wollte jahrelang den Flughafen Parchim, dessen Unterhalt nicht wenige Steuergelder verschlingt. Unbewirtschaftete Liegenschaften und Immobilien gibt es ja nun in unserer Region zuhauf. Niemand bringt den Mut auf, in einer Region wie Mecklenburg ein großes Unternehmen neu aufzubauen, bestehende Unternehmen gehen massenhaft vor die Hunde (Werften, DVD-Werke, Flughafen Rostock-Laage, etc.). Nun kommt jemand, der nicht von der "German Angst" besessen ist und nimmt Parchim eine Riesenlast von den Schultern. Er gibt nicht auf und trotz aller Widrigkeiten hält er an seinen Plänen fest, etwas für die Region nützliches zu erschaffen. Am Engagement Herrn Pangs für Parchim sollten die Alteingesessenen sich ein Beispiel nehmen! Wenn sie schon selbst nichts tun, sollten sie dann aber auch den Mund halten und nicht noch gegenankläffen. Solange mir niemand eine schneller gewinnbringende Lösung für den Flughafen Parchim demonstriert, können alle kleinmütigen Miesredner in ihrem Schrebergarten sitzen bleiben und auf den Aufschwung warten. Ich wünsche Herrn Pang viel Erfolg.


am 18.05.2010 13:31 Uhr von Margarethe von Bölz
  Lübeck ist nicht besser...
Bisher dachte ich immer, dass die Hansestadt Lübeck absoluter Rekordhalter ist, wenn es um Steuergeldverbrennung für den geliebten Flughafen geht...aber in Parchim scheinen die Lokalmatadore der Politik nicht klüger zu sein!
Armes Deutschland...


am 19.05.2010 10:19 Uhr von Berthold Schönberger
  Armes Deutschland...
Sehr geehrte Frau von Bölz.
Erst einmal muss ich Ihnen Recht geben: "Armes Deutschland". Dass so ein schlechter Artikel, selbst im Internet, veröffentlicht wird, das ganze noch ohne Namen des Autors, und die treuen zeitungs- lesenden Schäfchen sich auch noch emotional aufhetzen lassen und alles für bare Münze nehmen.

Wurde das selbstständige Denken etwa durch Vulkanasche ausgesetzt?

Fakt: Ein Landkreis verkauft einen Flughafen für 18 Millionen EUR, 13 hat er bereits erhalten, weitere 5 fließen in den nächsten 5 Jahren in die Landkreiskasse. Der Steuerzahler zahlt seit Verkauf des Flughafens keinen Cent mehr zum Betrieb des Flughafens. Selbst in der Wirtschaftskrise, in der die Steuerzahler Milliarden an die Banken abführen dürfen (wegen Missmanagement "deutscher" Vorstände), schafft es der "chinesische" Investor am Ball zu bleiben.

Zusammengefasst: Seit Verkauf des Flughafens flossen 13 Millionen EUR eines privaten Investors in die Landkreiskasse (also zum Steuerzahler), weitere 5 sollen fließen. Der Steuerzahler zahlt seitdem keinen Cent mehr an den Betreiber des Flughafens.

Nun kurz zum Vergleich mit Lübeck, Frau von Bölz:

Eine Stadt verkauft einen Flughafen an einen privaten Investor für 13 Millionen EUR. Damit verpflichtet sich die Stadt, 32 Millionen EUR für Schuldenübernahme, Verluste bis 2004, Zusatzversorgung der Mitarbeiter, Entwässerung zu zahlen.

2009 schließlich steigt der private Investor aus, die Stadt muss 23 Millionen an den Investor zahlen (Kaufpreis, aufgelaufene Verluste, Zinsen). Weiterhin muss die Stadt (der Steuerzahler) von nun an die Betreiberkosten, sowie den weiteren Ausbau finanzieren, was den Steuerzahler weitere 30 Millionen EUR kostet.

Zusammengefasst: Seit dem Verkauf kostet der Flughafen den Steuerzahler 42 Millionen EUR, weitere 30 Millionen sollen folgen. Nageln Sie mich jetzt bitte nicht auf die genauen Zahlen fest, aber wo ziehen Sie da den Vergleich, Frau von Bölz?

Zurück zum Artikel: „Verschleuderung“, „ungeheure Ausmaße“, „Skandal“, „verschenkt“, „der eigentliche Skandal“, „unfähige Lokalpolitiker“, „überhaupt keine Ahnung haben“, „fällt regelmäßig auf dessen Versprechungen rein“, „verschenkt notwendige Einnahmen“. Soweit bis zum zweiten Absatz. Sehr geehrter Herr Artikelschreiber: Handelt es sich bei Ihrem Artikel um einen persönlichen Rachefeldzug, oder hatten Sie davor gerade einen schlechten Horrorfilm gesehen? Wenn hier jemand „überhaupt keine Ahnung“ hat, dann sind das wohl Sie! Alle anderen Städte oder Landkreise betreiben Ihre Flughäfen entweder mit Verlust selbst, oder versuchen Flughäfen für 1,- EUR zu verkaufen, damit sie von den laufenden Kosten befreit sind. Der Landkreis Parchim verkauft seinen Flughafen für 18 Millionen EUR UND ist von den laufenden Kosten befreit, und Sie rufen „Skandal“, „Steuergeldverschwendung“, „verschenkt“. Ja wo denn bitte???

Politik macht sicher nicht immer die beste Wirtschaft, aber in diesem Fall ist dem Landkreis Parchim doch etwas gelungen. Wenn Sie, Herr Artikelschreiber, Wirtschaft machen würden, wären wir wohl noch im Steinzeitalter. Aber dann könnten Sie immerhin nicht solche abstrusen Artikel in einer Erfindung Namens „Internet“ verbreiten.


am 19.05.2010 13:17 Uhr von realist
  Wenigstens ein klar denkender Mensch
Vielen Dank Herr Schönberger. Ich wünschte, ich hätte es so gut erklären können wie Sie.


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zum Thema: Flughafen Parchim: Die Verschleuderung von Steuergeldern nimmt ungeheure Ausmaße an
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