Lufthansa / Air Berlin: Die Aschewolke auf Kurzbesuch - die Airlines kritisieren wieder Luftraumsperrung
Die Vulkanasche aus Island hat zwei Tage lang den Süden Deutschlands überquert und zur Schließung vor allem des Flughafens München und kurzfristig auch Stuttgarts geführt. Kaum gesperrt standen wie schon einmal Lufthansa und Air Berlin auf der Matte – sie hielten die Sperrungen für überflüssig, CEO Mayrhuber forderte gleich noch einmal Schadenersatz.
Dabei ist die Schließung des Luftraums so lange Aufgabe des Deutschen Wetterdienstes und der Luftsicherung, bis eine europäische einheitliche Regelung in Kraft tritt.
Mayrhubers Lautsprecher
Da schickte Mayrhuber wieder einmal seinen Lautsprecher Klaus Walther vor. Der holte sich umgehend seine von Mayrhuber diktierten Statements von der letzten großen Sperrung des Luftraums hervor. Mit fast den selben Worten trat er am Sonntag vor die Presse. Er kann ja nicht anders, denn an den rechtlichen Voraussetzungen für die Schließung eines Luftraums hat sich ja nichts geändert.
Walther sagte: „Es gibt keinen konkreten Hinweis auf eine Gefährdung. … und in Deutschland habe man dagegen keine Messflüge gestartet. Das ist keine der Sache angemessenes Krisenmanagement.“ Wenn dieser Vorwurf an Verkehrsminister Ramsauer gerichtet war, sollte er seinen Chef fragen, was er eigentlich mit Ramsauer besprochen hat.
Auch Air Berlin kritisierte die Sperrungen scharf. „Wir haben keinerlei hinreichende Beweise vom Deutschen Wetterdienst, was da in der Luft ist“, sagte Pressesprecher Christoph Noack. Ja, wie wir schon einmal geschrieben haben, da ist wieder einmal das Ei klüger als die Henne.
An die Vorgaben von Wetterdienst und Flugsicherung haben sich auch die beiden deutschen Fluggesellschaften zu richten. Das ist nun mal Gesetz, und daran müssen sich auch Mayrhuber und Hunold halten, ob es ihnen passt oder nicht. Beide haben sich an Peinlichkeiten wieder einmal selbst übertroffen.
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