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05.05.2010 17:32 Uhr
» Übersicht » Airlines » Lufthansa
Lufthansa / Quartalszahlen: Das höchste operative Minus seit 2003
Gut für die Lufthansa, dass die Piloten einen Tag lang streikten, dann fällt es leichter von den eigentlichen Ursachen abzulenken, die zu diesem Minus von 330 Millionen Euro im ersten Quartal 2010 führten.

Auch bei diesem Thema kommt man um CEO Wolfgang Mayrhuber nicht herum. Er hat die Politik der Zukäufe von maroden Airlines vorangetrieben, koste es, was es wolle. Austrian Airlines und BMI kommen, wie es viele Experten vorausgesagt haben, einfach nicht aus den Puschen, und es haben sich Mayrhubers Gewinn-Prophezeiungen als unhaltbar erwiesen.

Mayrhuber hatte die britische BMI im Juli 2009 und die Austrian Airlines (AUA) im September 2009 komplett übernommen. Diese Zukäufe drückten das operative Ergebnis der Lufthansa schon 2009 um mehr als 100 Millionen Euro.
Um bei den Aktionären gute Laune zu verbreiten machte man auf Optimismus und nannte sogar konkrete Termine: Die Austrian Airlines soll im nächsten Jahr zumindest operativ wieder schwarze Zahlen schreiben, und BMI soll dann 2012 wieder in die Gewinnzone rutschen. Es wäre der Lufthansa wirklich zu wünschen, aber selbst den Börsen fehlt der Glaube.

Die Enttäuschung an der Börse überwiegte, die Aktie verlor etwa 3,8 Prozent an Wert und zählte zu den größten Dax-Verlierern. Börsen-Analysten sagten einen operativen Verlust von 218 Millionen Euro voraus und lagen ebenfalls wieder einmal voll daneben. Mit 330 Millionen Euro Verluste hatten sie nicht gerechnet.

Es wird noch schlimmer kommen
Und es wird für die Lufthansa noch schlimmer kommen, wenn die Zahlen für das zweite Quartal auf dem Tisch liegen und die Verluste durch die Aschewolke in die Quartalszahlen einfließen. Dass man trotzdem auf gute Gesamtjahreszahlen hofft, ist reiner Zweckoptimismus, um die Börse bei Laune zu halten.




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