Austrian Airlines: Landerechte in Russland stehen vor dem Aus
Das neue Jahr begann für die AUA so, wie das alte aufgehört hat. Zumindest was die Probleme der so wichtigen Landerechte in Russland betrifft. Und es sieht nicht gut aus, denn Ministerpräsident Putin macht kein Hehl daraus, dass er gerne der AUA die Landerechten entziehen möchte.
Putin beruft sich dabei auf den geltenden Staatsvertrag, dessen wichtigster Punkt darauf zielt, dass er nur gilt, wenn es sich um eine rein österreichische Fluggesellschaft handelt. Nach Putins Ansicht ist dies nicht mehr der Fall, seit die österreichische AUA von der deutschen Lufthansa übernommen wurde.
Österreich muss den Beweis liefern
Schon vor Weihnachten hat Putin die AUA und Österreichs Regierung um eine Stellungnahme gebeten, die allerdings bis zum heutigen Tage noch nicht erfolgt ist. Timur Chamrajewitsch, der Pressesprecher des russischen
Verkehrsministeriums, forderte nun Österreich nochmals auf, bis zum 1. Februar den Nachweis erbringen, dass die AUA eine österreichische Airline sei. Wenn nicht, dann könnten der AUA in kürzester Zeit die Landerechte entzogen werden. Chamrajewitsch sagte, grundsätzlich würde das russische Verkehrsministerium bezweifeln, dass die AUA noch österreichisch sei.
Auch österreichische Politiker zweifeln
Ein von Österreich gewünschter Gesprächstermin ist auch noch nicht vereinbart worden. Der Verlust der Landerechte wäre für die AUA und ihr Sanierungsduo Malanik und Bierwirth ein herber Rückschlag. Aber viel Optimismus herrscht selbst bei Politikern nicht.
FPÖ-Luftfahrtsprecher Hofer geht davon aus, dass die AUA ihre exklusiven Verkehrsrechte für Russland verlieren wird. Er sagte: „... Dieser Nachweis ist schlicht und einfach nicht zu erbringen. Daher hat Russland auch sämtliche Argumentationsversuche der AUA bisher nicht akzeptiert. Eine Änderung der Haltung ist nicht zu erwarten."
… und da gibt es auch „Fly Niki“
Doch für Österreich steht nun ein weiteres Sorgenkind auf der Matte: „Fly Niki“. Niki Lauda hat mit Air Berlin einen großen ausländischen Gesellschafter. Die „operationelle Kontrolle“ soll in Deutschland stattfinden, aber im Moment steht die AUA in Russland auf dem Prüfstand.
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