Air France / Airbus: Der Absturz im Juni bleibt wohl für immer ein Rätsel
Der zweite Untersuchungsbericht der französischen Luftfahrtbehörde BEA zur Absturzursache des Airbus von Air France im Juni brachte im Prinzip nichts Neues. Und doch ergeben sich einige Details, die alle Flugzeugbauer, die jeweiligen Aufsichtsbehörden und die Fluggesellschaften alarmieren müssen.
Ein rätselhaftes Puzzle
Doch unter dem Strich gab auch dieser Bericht keine endgültige Aufklärung darüber, was im Juni über dem Atlantik geschah. Das immer und immer wiederholte Argument, dass die Ursache dieser Katastrophe eine „Verkettung unglücklicher Umstände“ sei, ist ebenfalls nur eine Hypothese.
Die Fakten sprechen für sich, auch wenn diese nur Teil eines Puzzles sind, das noch kein Gesamtbild ergibt. Entscheidend ist jedoch, dass die im Bericht erwähnten Probleme grundsätzlicher Art sind.
Warum hat die Flugaufsicht versagt?
Zweifellos, das Flugzeug ist nach wie vor eines der sichersten Verkehrsmittel, und das nicht ohne Grund, denn die Aufsichtsbehörden kontrollieren streng, regeln winzigste Details, arbeitet aber auch an der Aktualisierung der Sicherheitsbestimmungen. Wie also konnte es passieren, dass Aufsichtsbehörden, Flugzeugbauer und Fluggesellschaften ein bekanntes Problem mit den mangelhaften Geschwindigkeitsmessern völlig ignoriert haben? Sie sollen laut dem Untersuchungsbericht eine der Ursachen für den Absturz gewesen sein.
Probleme mit den sogenannten „Pitot-Röhren“
Und so ist es doch unverständlich, warum die EASA, Europas oberste Flugsicherheitsbehörde, der das Problem der nicht korrekten Geschwindigkeitsanzeige mit den sogenannten „Pitot-Röhren“ des Produzenten „Thales“ schon länger bekannt war, nicht darauf bestanden hat, dass diese Röhren ausgetauscht werden müssen. Bei der Lufthansa wurde vornherein ein anderes Fabrikat verwendet, das bisher keinerlei Probleme machte.
Die Schuld der Airlines
Der eigentliche Skandal ist jedoch, dass die „Pitot-Röhren“-Airlines ebenfalls von den Problemen wussten, aber selbst in unverantwortlicher Weise diese nicht austauschten, da dafür die Maschinen einige Zeit am Boden bleiben müssen. Und noch eine Frage ist ungeklärt: Welche Wetterbedingungen herrschten während des Fluges? Also bleibt vieles immer noch im Bereich der Spekulation, was leider dazu führt, dass man immer noch keine endgültigen Lehren aus dieser Katastrophe ziehen kann.
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