Airlines / Die Welt / Kearney-Studie: Fluglinien bieten ihren Kunden zu wenig
Immer wieder haben wir darüber berichtet, dass die Fluggesellschaften einen großen Fehler begehen, ihre Einsparmaßnahmen auch auf den Service auszuweiten.
Doch der Fehler gibt es noch mehr, das geht aus einem Artikel der Tageszeitung „Die Welt“ von heute hervor. Grundlage des Artikels ist die „A.T. Kearney-Studie“, die der „Welt“ exklusiv vorliegt.
Wir möchten aus dem Artikel die wichtigsten Aussagen zitieren:
Neue Produkte und Dienstleistungen sind gefragt
„Überall wird gespart und Personal abgebaut. Dabei wäre es jetzt höchste Zeit, sich über neue lukrative Produkte und Dienstleistungen rund ums Fliegen Gedanken zu machen, findet Tanja Wielgoss, Luftfahrtexpertin bei der Unternehmensberatung „AT Kearney“. Durch eine engere Kooperation von Fluglinien und Flughäfen ließen sich in Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zum Jahr 2020 rund 16 Milliarden Euro zusätzlicher Umsatz erwirtschaften.“
Neue Kundengruppen gewinnen
Weiter heißt es, dass sich Flughäfen und Airline-Manager künftig aber noch viel mehr „in den Kopf des Kunden hinein versetzen“ müssen. Bevor sie Strecken streichen, sollten Luftfahrtmanager versuchen, neue Kundengruppen wie Familien, Studenten und junge berufstätige Pendler sowie Kultur- und Freizeitreisende anzusprechen. Um neue Kundschaft zu gewinnen, müssen laut der Studie allerdings mehr maßgeschneiderte Produkte und Dienste entworfen werden. Der Passagier werde meist nur abgefertigt, nicht umworben.
Neues Marketing
Denkbar wäre auch der verstärkte Verkauf von Ticketpaketen für ausgewählte Strecke. Dieses Marketinginstrument wird von vielen Fluggesellschaften zwar immer mal wieder zur Neukundengewinnung, aber nicht als regelmäßiges Angebot zur Umsatzsteigerung eingesetzt. Mit Mehrfachangeboten könnten Großeltern regelmäßig ihre Enkel besuchen. Auch Berufspendler würden solche Flugpakete sicher gerne nutzen.
Es könnten auch Flughafen-Mitarbeiter die Kunden freundlich in Empfang nehmen, um Gepäck, Passagiere und Einkäufe zum wartenden Bestelltaxi zu transportieren. Den kompletten Artikel findet man auf www.welt.de.
Fazit
Mit dieser Studie wird deutlich, dass vor allem die europäischen Airlines bei ihren Einsparmaßnahmen an alles mögliche denken, nur nicht an ihre Kunden. Deshalb sollte sich vor allem unsere Lufthansa diese Studie einverleiben, von ihren geplanten Sparmaßnahmen im Service Abstand nehmen und mehr denn je an ihre Kunden denken.
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