Austrian Airlines / Wladimir Putin: Landerechte bleiben bis Februar 2010 unverändert
Moskaus Regierung will nach wie vor die Flüge der Austrian Airlines nach Russland einschränken, dies hat Wladimir Putin bestätigt, aber als Trostpflaster dem österreichischen Bundeskanzler Faymann eine Verlängerung des geltenden Regierungsabkommens bis Februar 2010 versprochen. Und noch eines sagte Putin: „Die Regierungen in Moskau und Wien sind nicht daran interessiert, die Zahl der Flüge zu reduzieren!“
Grund für die Probleme ist der neue Besitzer der AUA, die Lufthansa, denn durch die Übernahme hat die AUA den Status einer staatlichen Fluglinie verloren. Und damit hat die AUA das Recht auf Russland-Flüge laut dem geltenden Regierungsabkommen verloren. Die Austrian Airlines fliegt jede Woche insgesamt 58 Mal von Wien nach Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg, Sotschi, Rostow am Don oder nach Krasnodar. Ob und wie oft die AUA auch in Zukunft nach Russland abheben darf, muss jetzt neu verhandelt werden. „Über die beim Verkauf gewählte Stiftungslösung ist österreichische Kontrolle gewährleistet“, heißt es von der AUA und des Verkehrsministeriums einhellig.
Dies ist der momentane Stand der Dinge, die wieder einmal Niki Lauda auf den Plan rief, der für seine Airline „einen fairen Anteil der Verkehrsrechte nach Russland“ fordert. Lauda sagte: „Das AUA-Lufthansa-Problem ist nicht meines, das müssen die selber lösen. Es kann aber nicht sein, dass Verkehrsrechte, die der Republik Österreich gehören, in der Mehrheit immer nur an AUA/Lufthansa gehen. Ich bin für Wettbewerb und möchte deshalb einen fairen Anteil der Verkehrsrechte nach Russland zur Verfügung gestellt bekommen.“ Lauda fordert vehement, dass Österreichs Regierung nicht nur die Interessen der AUA, sondern auch die seiner Airline NIKI vertritt.
Kanzler Faymann antwortete Lauda mit den Worten, „dass bei den Verhandlungen mit Russland nicht nur AUA/Lufthansa, sondern auch Lauda Thema sei“.
So darf man gespannt sein, wie die Verhandlungen über das Russland-Geschäft der AUA ausgehen. Mit Sicherheit wird die AUA aber nicht ungerupft aus den Verhandlungen hervorgehen, und für Niki Lauda wird auch noch ein Scheibchen abfallen.
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