United Airlines / DC-10: "Orbis" -weltweit einzige fliegende Augenklinik
Wir von den News von Airline-Bewertungen.eu wollen heute wieder einmal einen Blick über den Tellerrand der Welt der Luftfahrt werfen und über ein Hilfsprojekt berichten, das größte Anerkennung verdient: „Orbis“. Dieser Name steht auf einer umgerüsteten DC-10 – ein fliegender Operationssaal, aber auch ein Schulungs-Flugzeug der britischen Hilfsorganisation „Orbis UK“.
Von außen wie ein Ferienflieger
Die DC-10 - ein Geschenk von United Airlines - sieht wie ein gewöhnlicher Ferienflieger aus, wenn man sie beim Starten oder beim Landen beobachtet. Im Inneren jedoch ist die DC-10 etwas ganz Besonderes: Es ist die einzige fliegende Augenklinik auf unserer Erde. Aber noch mehr: Sie ist ein echtes Ausbildungszentrum für zukünftige Augenärzte, und sie ist zwölf Monate im Jahr in verschiedensten Entwicklungsländern im Einsatz.
„Orbis“ hat sich der Behandlung von Augenkrankheiten in Entwicklungsländern verschrieben, um so Blindheit zu verhindern. Und dies nicht ohne Grund, denn man schätzt, dass 90 Prozent der Blinden der Welt in Entwicklungsländern leben. So operiert ein Ärzteteam vor Ort und vermittelt ortsansässigen Augenärzten die neuesten medizinischen Erkenntnisse und Behandlungsmethoden.
Alleine in den bisherigen neun Monaten 2009 war die DC-10 in Laos, in der Dominikanischen Republik, in Peru, Syrien und Kenia und Indien, um dann noch nach Bangladesh zu fliegen.
Behandelt werden in der fliegenden Augenklinik beispielsweise grüner und grauer Star, Kinderblindheit, Hornhautblindheit, diabetische Netzhauterkrankung, Augentumore, Augapfel-Verletzungen bei Kindern, bakterielle Entzündungen der Augenlider und Schielen.
Details
- Seit dem Jahre 1982 hat „Orbis“ weltweit über 6,8 Millionen Patienten in 85 Ländern behandelt.
- Die DC-10 ist mit modernsten medizinisch-technischen Geräten versehen.
- Spezielle Systeme zur Energieversorgung ermöglichen einen autarken Betrieb von mehreren Wochen – wo auch immer.
- Die Crew besteht aus 21 Mitgliedern: Krankenschwestern und Fachärzte, Techniker und den Piloten von United Airlines, die einen freiwilligen Dienst leisten.
- An Bord befindet sich auch ein Hörsaal für 48 Zuhörer, der per Live-Übertragung mit dem OP verbunden ist.
- Der OP liegt direkt über den Tragflächen.
- Im hinteren Teil des Flugzeuges befinden sich Ruhe- und Aufwachräume.
Bereits jetzt steht der Einsatzplan für 2010 fest. Erstes Ziel ist Nigeria, dann folgen Uganda, China, Kambodscha, Indonesien und Vietnam. Bis jetzt ist Orbis http://www.orbis.org, Hauptsitz in New York, in Europa nur in Großbritannien und Irland vertreten. Vielleicht gibt es bald auch eine Vertretung in Deutschland – es wäre „Orbis“ zu wünschen.
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