Die zweitälteste Fluggesellschaft der USA gerät anscheinend doch in leichtes Trudeln. Die Treibstoffkosten machen auch der Alaska Air Group, zu der Alaska Airlines und Horizon Air gehören, ernsthafte Sorgen. Hatte man im ersten Quartal 2007 noch 89 Millionen Dollar für Kerosin ausgegeben, sind es im ersten Quartal 2008 sage und schreibe 282 Millionen Dollar.
Diese Entwicklung hat grundsätzlich niemanden überrascht, die Höhe der Kosten aber schon. So meldete die Alaska Air Group im ersten Quartal 2007 noch einen Verlust von knapp über 10 Millionen Dollar, im gleichen Zeitraum 2008 bereits knapp 36 Millionen Dollar. Dagegen stieg der Umsatz von rund 760 Millionen auf 839 Millionen.
Jetzt verkündete der Konzern ein tief greifendes Sparprogramm mit einem ehrgeizigen Ziel: Vor Steuern soll ein Gewinn von 150 Millionen Dollar erzielt werden. Die Sparmaßnahmen treffen in erster Linie Horizon Air, deren Maschinenpark, zur Zeit 65 Flugzeuge, erheblich reduziert werden soll, und einhergehend damit auch Entlassungen in allen Bereiche anstehen. Unter dem Motto aus drei mach eins, wir es in Zukunft nur noch die Maschinen vom Typ „Dash-8-400“ mit Platz für 76 Passagiere geben.
Auch die Flugrouten kommen nicht ungeschoren davon. So ist man dabei, nur noch die gewinnträchtigen Routen von Alaska Airlines und Horizon zu bedienen. Die Details sollen im Herbst bekannt gegeben werden. Die Zauberworte sollen, so munkelt man, „deutlich mehr Direktflüge“ heißen.
Wie hoch dieses Einsparpotential sein wird, muss sich erst zeigen. Doch in der Kreativität weiterer Einsparmaßnahmen kommen die Finanzjongleure der Alaska Air Group auf die ausgefallensten Ideen, nicht nur, dass man die Tarife anheben wird – die Höhe ist noch nicht bekannt –, der Passagier soll auch noch etwa 25 Dollar für ein zweites Gepäckstück bezahlen, das im Bauch des Flugzeugs transportiert wird. Und nach der Landung sollen die Maschinen nur noch ein Triebwerk während der Fahrt auf den Taxiways benutzen und am Gate möglichst auf das eingebaute Hilfstriebwerk (APU) verzichten. Noch wird ein den Einsparmaßnahmen getüftelt, im Herbst sollen die Ergebnisse veröffentlicht werden.
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