SkyEurope / Flughafen Wien: Kein Geld, keine Flüge ab Wien
Erst nach stundenlangen Verhandlungen wurden Hunderte Passagiere von ihrer Ungewissheit erlöst, ob sie überhaupt an ihr Reiseziel kommen. Grund war, das SkyEurope die Flughafengebühren seit längerem nicht mehr bezahlen konnte. Schließlich einigten sich der Flughafen Wien und SkyEurope auf eine Zahlungsfrist bis kommenden Freitag, 14. August. Erst durch diesen Kompromiss konnten die Reisenden mit stundenlanger Verspätung ihr Reiseziel ansteuern. SkyEurope-CEO Nick Manoudakis selbst, hatte sich in die Verhandlungen eingeschaltet.
Passagiere wurden nur vertröstet
SkyEurope-Maschinen wurden seit Bekanntwerden der Finanzprobleme im Juni bereits mehrmals auf Flughäfen festgehalten. Bisher ging es in der Regel jedoch nur um eine Maschine, während am Flughafen Wien am Dienstag insgesamt sechs Flüge zunächst stundenlang als "verspätet" angegeben wurden und die Passagiere festsaßen. Die betroffenen Fluggäste wurden mehrere Stunden lang von von SkyEurope immer wieder aufs Neue vertröstet. Empört waren die betroffenen Passagiere über das Verhalten der Flughafenleitung: „Vom Flughafen Wien war niemand da, um uns zu informieren, wir fühlen uns hier wie am Abstellgleis.“
Ein SkyEurope-Sprecher gab auch zu, dass auf den Zielflughäfen Passagiere auf den Rückflug warteten, und SkyEurope alles tun werde, um so schnell wie möglich eine „kundenfreundliche Lösung“ zu finden.
SkyEurope hatte bereits Ende Juni in der Slowakei Insolvenz beantragt. Das zuständige Gericht in Bratislava hat am 17. Juli den Reorganisationsplan der in finanzielle Turbulenzen geratenen slowakischen Billigfluglinie genehmigt. Das Unternehmen steht damit derzeit unter Gläubigerschutz.
Forderungen bis 17. August geltend machen
Heute gab das österreichische Sozialministerium bekannt, dass SkyEurope-Kunden, denen durch die Insolvenz der sogenannten Billig-Fluglinie bis 22. Juni offene Forderungen entstanden sind, diese noch bis 17. August beim zuständigen Verwalter sowie beim zuständigen Gericht in Bratislava anmelden können. Das „Europäische Verbraucherzentrum Wien“ hat in Zusammenarbeit mit seinem Büro in Bratislava einen entsprechenden Musterbrief samt Ausfüllhilfe erstellt.
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