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18.05.2009 12:11 Uhr
» Übersicht » Airlines » Austrian Airlines
Austrian Airlines: Auch die AUA rauscht immer mehr ab
Die Austrian Airlines hat auch im April einen hohen Passagierrückgang hinnehmen müssen. Im April sind nur noch 7,96 Millionen Passagiere geflogen, das sind unglaubliche 12,7 Prozent weniger als im April 2008. Auch die Auslastung der Flugzeuge hat sich um 1,2 Prozent auf 75,0 Prozent verringert. Im Detail: Das Passagieraufkommen bei Linienflügen hat sich um 10,8 Prozent verringert, im Charterbereich gar um 29,8 Prozent. Für die ersten vier Monate beläuft sich das Minus auf 14,8 Prozent.

Diese Entwicklung beobachtet die Lufthansa natürlich ganz genau, um nicht in die gleiche Lage wie bei British Midland zu kommen. Die AUA hat sich zwischenzeitlich einen solch hohen Schuldenberg zugelegt, dass man gespannt sein darf, wie die Lufthansa darauf reagiert. Allerdings gibt es einen Unterschied zu British Midland: CEO Mayrhuber will die AUA um jeden Preis, egal was es kostet.

Jetzt wurde auch bekannt, dass die bisherigen Aktionäre der AUA erst dann ihr Geld von der Lufthansa bekommen, wenn der Verkauf der AUA von Kartellbehörden und EU abgesegnet wird. Als letzten Stichtag, bis alles erledigt sein muss, hat die Lufthansa im Angebot für die Austrian Airlines (AUA) den 31. Juli 2009 festgeschrieben. Der 31. Juli ist auch ein entscheidender Stichtag für die AUA-Finanzen, denn bis 31. Juli läuft auch der Notkredit der staatlichen ÖIAG über 200 Millionen Euro, den die AUA im Dezember eingeräumt bekommen hat.

Neben der Lufthansa-Bedingung, dass der staatliche österreichische 500-Millionen-Zuschuss bis Ende Juli von der EU-Kommission genehmigt sein muss, darf die AUA vor dem 31. Juli auch nicht Pleite gehen. Doch die Prozedur ist noch umfangreicher. Eine weitere Bedingung der Lufthansa ist zudem, dass die Kartellbehörden der EU, der USA, Kanadas, der Türkei, Israels, Albaniens, Bosniens, Serbiens und der Ukraine bis zum 31. Juli zustimmen bzw. das Geschäft nicht untersagen. Die EU-Kommission will jetzt bis zum 17. Juni entscheiden.




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