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05.05.2009 11:35 Uhr
» Übersicht » Airlines » Emirates
Emirates-Unglück in Melbourne: Piloten gaben falsches Startgewicht ein
Die Flugsicherheitsbehörde „Australian Transportation Safety Board“ (ATSB) hat vor einigen Tagen den offiziellen Zwischenbericht über die Beinahe-Katastrophe einer Emirates-Maschine vom Typ Airbus A340-500 am 20. März 2009 veröffentlicht.

Was war geschehen?
Der mit 255 Passagieren besetzte Airbus A340-500 konnte wegen eines falsch eingegebenen Gewichts nicht abheben. Nach zwei erfolglosen Versuchen hatte das Heck der Maschine bereits mehrfach Bodenberührung und beschädigte dabei unter anderem Antennen und Bahnbefeuerungen der Startbahn. Erst etwa 115 Meter hinter der Startbahn hob der Airbus ab. Laut ATSB hatte die Maschine lediglich eine Flughöhe von ca. 70 Zentimetern erreicht, und erst nach 292 Meter hinter dem Ende der eigentlichen Startbahn kam das Flugzeug in den normalen Steigflug und überquerte dabei den Zaun des Flughafens nur 2,50 Meter darüber.

Aufgrund der Beschädigungen an der Maschine mussten die Piloten wieder umkehren und vorher noch Tonnen von Kerosin der vollbetankten Maschine ablassen. 30 Minuten nach dem missglückten Start bekamen die Piloten die Warnung, dass sich in der Kabine Rauch gebildet hatte. Dieser neuerliche Vorfall machte eine umgehende Notlandung notwendig, was eine „harte Landung“ bedeutete.

Die Ursache war ein Eingabefehler
Laut dem Zwischenbericht der ATSB war ein Eingabefehler der Piloten in das „Flight Management System“ (FMS) die Ursache. Wegen der falschen Gewichtseingabe durch die Piloten bekam die Maschine zu wenig Schub. Nach Presseberichten sollen die Piloten fristlos entlassen worden sein.
Den vollständigen Bericht der ATSB kann man in englischer Sprache im PDF-Dokument unter http://www.atsb.gov.au/publications/investigation_reports/2009/AAIR/pdf/AO2009012_Prelim.pdf nachlesen.




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