Erst 45 Jahre alt ist der deutsche Nachfolger von Christoph Franz als Swiss-CEO. Doch trotz seines Alters ist er alles andere als ein unbeschriebenes Blatt. Er ist neben Andreas Bierwirth, der die AUA momentan zu managen versucht, ein absolutes Ziehkind und einer der Lieblinge von Wolfgang Mayrhuber.
Hohmeister war gar als Ötsch-Nachfolger im Gespräch, bis sich Mayrhuber entschloss, Christoph Franz als seinen Nachfolger auszuwählen. So war es keine Überraschung mehr, dass Hohmeister ab 1. Juli 2009 der neue Chefdirigent der Swiss sein würde.
Die Lufthansa-Lobgesänge auf Hohmeister scheinen kein Ende zu nehmen, denn man will schon von Anfang an klarstellen, dass der „harte Knochen“, so die Schweizer Gewerkschaften, die Rückendeckung von Mayrhuber hat, der dieses Image ebenfalls mit sich herumtragen muss. Hohmeister ist seit 2005 bei Swiss. Vor seiner Swiss-Zeit arbeitete er bei der Lufthansa und wurde von Mayrhuber zu dem gemacht, was er heute ist.
„Hohmeister hat wesentlich zum Erfolg der Swiss beigetragen und wichtige Weichen gestellt“, sagte ein Verwaltungsrats-Mitglied der Swiss. So sei seine Wahl als CEO dem Verwaltungsrat leicht gefallen.
Hohmeister kündigte an, die Swiss, der Krise zum Trotz, auch Geschäftsjahr 2009 profitabel zu halten. An diesem Versprechen muss er sich messen lassen, denn auch die Swiss musste empfindliche Rückschläge erleiden. Hierzu schrieb die in Zürich erscheinende "Handelszeitung": In den vergangenen Monaten gab es einen enormen Passagierrückgang in den lukrativen Bereichen First- und Business Class im zweistelligen Prozentbereich, sechs Prozent der Langstrecken-Flüge im Sommer wurden reduziert, zwei neue Ziele, Peking und San Francisco, wurden auf Eis gelegt und sollen vorläufig auch nicht mehr aufgenommen werden. Derzeit stehen andere Maßnahmen im Vordergrund: Neben striktem Kostenmanagement und mehr Druck im Verkauf ist das Kapazitätsmanagement zentral.
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