Flughafen München: Jahresbilanz der Bundespolizeiinspektion
Zwölf Millionen Reisende hat die Bundespolizei am Münchner Flughafen im vergangenen Jahr kontrolliert und dabei etwa 450 mit Haftbefehl gesuchte Straftäter entdeckt. Doch dem nicht genug. mehr als 2300 weitere Fahndungsnotierungen wurden entdeckt. Die eingeleiteten Maßnahmen reichten dabei vom Führerscheinentzug bis hin zur Verhinderung von Kindesentführungen durch ein Elternteil.
Um die 260.000 Euro konnten zur Sicherung von Strafverfahren eingezogen werden. Bei 33.000 Kontrollen täglich sprachen die Bundespolizisten vom Flughafen München im vergangenen Jahr insgesamt 483 Einreiseverweigerungen aus und stellten rund 300 Urkundenfälschungen fest. Gegen acht mutmaßliche Schleuser wurden europäische Haftbefehle vollzogen, die vom Ausland aus als Drahtzieher oder Mittäter agiert hatten. Die Beschuldigten wurden im europäischen Ausland festgenommen und zur weiteren Strafverfolgung an Deutschland ausgeliefert.
Zivilstreifen der Bundespolizei ergänzten die grenzpolizeilichen Aufgaben am Münchner Flughafen mit unzähligen Stichproben-Befragungen von Reisenden innerhalb des Schengen-Raums.
Service für Reisende auch 2008
Mit der Ausstellung von etwa 3000 Reiseausweisen als Passersatz und über 2000 Ausnahmevisa trugen die Bundespolizisten vor allem dem Service-Gedanken Rechnung. Die bürgerfreundliche Ausrichtung zeigt sich am Flughafen München besonders speziellen „Servicepoint“ im Terminal 2. Die dortigen Beamtinnen und Beamten beantworteten im vergangenen Jahr rund 29.000 Anfragen zu Pass- oder Visabestimmungen.
Die Bundespolizeiinspektion Flughafen München belegte bei den „World Airport Awards 2008“ einen sehr guten dritten Platz. Über 8,2 Millionen Reisende bewerteten in einer weltweiten Skytrax-Befragung die Bundespolizeidienststelle München als den drittbesten „Immigration-Service“ der Welt.
Flughafensicherheit
24-Stunden-Polizeischutz der Flughafengebäude und der beiden vier Kilometer langen Start- und Landebahnen gehört zu den Kernkompetenzen der Bundespolizei. Etwa 635.000 Kilometer legten die Dienstfahrzeuge im vergangenen Jahr zurück. Trotz eines leichten Rückgangs der Vorfälle waren auch 2008 wieder diverse Einsätze wegen vergessener Gegenstände und abgestellter Gepäckstücke erforderlich.
Mit Sicherheitsexperten im Ausland
2008 beteiligten sich über 70 Bundespolizisten der Flughafen-Dienststelle an weltweiten Auslandseinsätzen. Die Einsatzorte der Beamten befanden sich unter anderem in Liberia, Afghanistan und dem Kosovo.
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