Dubai/Emirates: Neue Bemühungen um Direktflüge von Stuttgart und Berlin nach
Gestern haben wir in unseren News über das Bemühen der Dubai-Airline „Emirates“ berichtet, eine Lande-Erlaubnis für Berlin und Stuttgart zu bekommen. Jetzt haben sich die Länderregierungen von Berlin und Baden-Württemberg noch einmal dazu geäußert.
Vor allem der baden-württembergische Ministerpräsident Öttinger verlangt von der Kanzlerin ein Machtwort, damit die Scheichs auch in Stuttgart-Echterdingen landen können. Doch noch ziert sich seine Partei-Freundin, denn sie steht beim Lufthansa-Chef Mayrhuber im Wort, dass vor 2011 für „Emirates“ in Berlin und Stuttgart gar nichts geht. Dies dauert Öttinger aber zu lange, weshalb er extra einen Sonderbeauftragten installiert hat, der die nötige Lobbyarbeit machen soll.
Auch in Berlin haben sich Senat, Wirtschafts- und Tourismusförderung einhellig für eine Unterstützung der „Emirates“-Pläne ausgesprochen.
Auch die „Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berlin Partner“ schloss sich dem an. Vor allem mit dem Argument, dass jede neue Verbindung Berlin als Standort aufwerten würde.
Das Hauptproblem ist aber die Lufthansa, die sich vehement für eine Ausweitung der Landerechte der Golf-Airlines ausspricht. Mayrhuber fürchtet diese Airlines „wie der Teufel das Weihwasser“. Gerade in der Krise würde eine weitere Wettbewerbsverzerrung stattfinden, meinte er.
Doch die Lufthansa ist beispielsweise in Berlin alles andere als ein Platzhirsch was die Direktflüge im Fernverkehr betrifft. Ganz im Gegensatz zu den Flughäfen in Frankfurt und München. Dabei begründet man bei der Lufthansa die Zurückhaltung in Berlin mit der fehlenden Wirtschaftlichkeit. Die jedoch würde bei „Emirates“ möglich sein. Weshalb die Lufthansa immer wieder betont, dass dies nur durch Wettbewerbs-Verzerrung möglich sei.
So zahle Emirates in Dubai praktisch keine Flughafengebühren und habe wegen dort entfallender Sozialabgaben geringere Kosten. Diese Behauptungen werden Emirates immer wieder bestritten.
Wie dem auch sei, auf Dauer wird man Emirates und auch den anderen Golf-Airlines die Landerechte nicht versagen können, selbst wenn sich Wolfgang Mayrhuber auf den Kopf stellt. Die wirtschaftlichen Interessen in Berlin und Stuttgart werden am Ende den Ausschlag geben.
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